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Red Bulls Lichtmaschine ist eine Zeitbombe

Vor dem Saisonfinal in São Paulo am nächsten Wochenende zittert der Red-Bull-Rennstall um den Sieg von Sebastian Vettel – wegen der unzuverlässigen Lichtmaschine.

Favorit: Sebastian Vettel geht mit 13 Punkten Vorsprung in den letzten GP der Saison.
Favorit: Sebastian Vettel geht mit 13 Punkten Vorsprung in den letzten GP der Saison.
Keystone
Victory: Kann Fernando Alonso den WM-Titel doch noch an sich reissen?
Victory: Kann Fernando Alonso den WM-Titel doch noch an sich reissen?
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Lässt sich nicht in die Karten schauen: Red-Bull-Teamchef Christian Horner.
Lässt sich nicht in die Karten schauen: Red-Bull-Teamchef Christian Horner.
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Kaum jemand glaubt noch daran, dass Sebastian Vettel der Weltmeistertitel noch zu nehmen ist – ausser Red Bull selber. Grund für die Unruhe ist ein erneuter Defekt der Lichtmaschine. Am Wochenende schied Vettels Teamkollege Mark Webber wegen Problemen mit dem kleinen Generator aus. «Es war unglücklicherweise unser dritter Lichtmaschinenschaden in diesem Jahr, es ist eine tickende Zeitbombe», sagt Red Bulls Chefdesigner Adrian Newey gegenüber dem TV-Sender Sky zum Problem, das bereits in Monza und Valencia aufgetreten ist.

Eine Lichtmaschine sorgt bei einem Formel-1-Boliden für die Stromversorgung der elektrischen Geräte an Bord. Grundsätzlich ist es ein Generator, der vom Motor angetrieben wird – ähnlich einem Dynamo bei einem Fahrrad. «In Brasilien kann es auch Vettel treffen. Wir können gar nichts tun», so Newey. In Austin ist der Deutsche noch mit einer älteren Version der Lichtmaschine gefahren, die bisher ohne Probleme funktioniert hat. Auf welchen Bautyp man in Brasilien setzen will, verrät Teamchef Christian Horner nicht: «Wir müssen es uns genau anschauen.»

Vettels Pflichtaufgabe

Vettel ist nicht der einzige mit Materialproblemen. Fernando Alonso, sein grosser Konkurrent im Rennen um den WM-Titel, ist in Austin mit neuen Teilen langsamer gefahren als Felipe Massa mit den alten. Grund dafür seien falsche Daten des Ferrari-Windkanals. Auch generell kann der Ferrari nicht mit dem Red Bull mithalten, das haben die Resultate dieser Saison gezeigt. Aber Alonso, der nichts zu verlieren hat, kann Vettel in Brasilien den Titel durchaus noch streitig machen. «Unsere Hoffnung lebt weiter», so der Spanier. Vettel reicht allerdings ein 4. Platz, um den Sack in jedem Fall zuzumachen. In den bisherigen Rennen, bei denen er ins Ziel kam, musste sich der Deutsche erst dreimal mit weniger als dem 4. Platz begnügen. Er muss in São Paulo also nicht über sich hinauswachsen – es sei denn, die Lichtmaschine streikt.

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