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Premiere in Sotschi unter frischen, schlimmen Erinnerungen

Eine Woche nach dem Unfall von Jules Bianchi in Suzuka findet in Sotschi erstmals ein Formel-1-Grand-Prix statt. Ideen für mehr Sicherheit wurden angekündigt.

Kimi Räikkönen mit seinem Ferrari im freien Training auf dem neuen Formel-1-Kurs in Sotschi. Im Hintergrund der weisse Turm, der im Februar die olympische Flamme trug. Foto: Reuters
Kimi Räikkönen mit seinem Ferrari im freien Training auf dem neuen Formel-1-Kurs in Sotschi. Im Hintergrund der weisse Turm, der im Februar die olympische Flamme trug. Foto: Reuters

Das Auto mit der Startnummer 17 ist einsatzfertig. Am Freitag, während die anderen 21 Fahrer beim Training zum ersten Mal auf der neuen Strecke in Sotschi kreisten, stand es in der Garage des Marussia-Teams. Und dort wird es auch das ganze Rennwochenende bleiben.

Das Formel-1-Auto mit der Startnummer 17 wird normalerweise von Jules Bianchi bewegt. Doch der 25 Jahre alte Franzose liegt nach seinem schweren Unfall beim GP von Japan am vergangenen Sonntag noch immer bewusstlos auf der Intensivstation des Mie General Medical Centers in Yokkaichi. Sein Zustand gilt als «kritisch, aber stabil». Doch die Prognose hat sich eingetrübt, seit bekannt wurde, dass Bianchi diffus axonale Verletzungen erlitt, als sich sein Auto unter einen Bergekran bohrte, nachdem er in der Schlussphase des Rennens von der regennassen Piste abgekommen war. «Es gibt keine nennenswerten Veränderungen», sagte Bianchis Vater Philippe der Zeitung «Nice-Matin»: «Die ganze Welt weiss, dass er sich in ­einer kritischen Phase befindet.» Von diffus axonalen Verletzungen sprechen Mediziner, wenn sich das Ausmass von Hirnverletzungen nicht genau absehen lässt; viele Betroffene bleiben komatös.

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