Zum Hauptinhalt springen

Teenager Verstappen schreibt in Spanien Geschichte

Max Verstappen gewinnt als jüngster Fahrer einen Grand Prix. Mercedes bleibt wegen einer teaminternen Kollision ohne Punkte.

Und so sieht er aus, der jüngste Formel-1-GP Gewinner aller Zeiten: Der Niederländer Max Verstappen lässt heute in Barcelona alle hinter sich.
Und so sieht er aus, der jüngste Formel-1-GP Gewinner aller Zeiten: Der Niederländer Max Verstappen lässt heute in Barcelona alle hinter sich.
Emilio Morenatti
Hinter ihm reihen sich die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ein. Die Red-Bull und Ferrari-Piloten schenken sich nichts.
Hinter ihm reihen sich die beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ein. Die Red-Bull und Ferrari-Piloten schenken sich nichts.
Tom Gandolfini, AFP
Das Überraschungs-Podest am Ende der 66 Runden: Verstappen vor Räikkönen vor Vettel.
Das Überraschungs-Podest am Ende der 66 Runden: Verstappen vor Räikkönen vor Vettel.
AP Photo: Emilio Morenatti
1 / 6

Im ersten Rennen nach seiner Beförderung von Toro Rosso zu Red Bull sorgte der 18-jährige Max Verstappen für einen veritablen Coup. Der Niederländer triumphierte beim Grand Prix von Spanien vor dem Finnen Kimi Räikkönen. Er ist der jüngste Fahrer der je einen Grand Prix der Formel-1 gewinnen konnte. Platz 3 ging an Räikkönens Ferrari-Teamkollegen Sebastian Vettel, der als jüngster GP-Sieger abgelöst wurde.

Verstappen hatte bislang noch nie einen Podestplatz erreicht; zweimal wurde er als Fahrer für Toro Rosso Vierter. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Montmeló lieferte der 18-Jährige nun ein Husarenstück ab. 32 Runden, fast die Hälfte der Renndistanz, musste Verstappen mit den gleichen Reifen absolvieren. Er verteidigte sich gegen Räikkönen wie ein Routinier und rettete einen Vorsprung von sechs Zehntelsekunden ins Ziel. Damit fand in Montmeló eine unglaubliche Serie eine Fortsetzung: stets ein anderer Sieger seit 2007.

Kollision der Silberpfeile

Das Rennen in Katalonien liess unweigerlich Erinnerungen an jenes in Francorchamps im August 2014 aufkommen. Damals wie an diesem Pfingstsonntag nahmen sich die beiden Mercedes-Fahrer Nico Rosberg und Lewis Hamilton selbst gegenseitig aus dem Rennen - und auch damals profitierte Red Bull.

Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya liess der Paukenschlag aber anders als vor 21 Monaten nur wenige Sekunden auf sich warten. Nachdem Rosberg zunächst zum wiederholten Mal in diesem Jahr einen tollen Start hingelegt hatte und in der ersten Kurve an Hamilton vorbeigezogen war, krachten beide wenige Sekunden später ineinander. Hamilton war mit der höheren Geschwindigkeit an Rosberg herangefahren und wollte trotz wenig Platz auf der Strecke rechts am Deutschen vorbeiziehen. Rosberg machte einen kleinen Schwenker und drängte das Auto mit dem dreimaligen Weltmeister am Steuer so auf die Wiese, worauf der Brite ins Schleudern geriet und den WM-Leader ebenso aus dem Rennen riss.

Zweifelsohne werden in den nächsten Tagen hitzige Diskussionen innerhalb des Mercedes-Teams folgen. Niki Lauda, der Teamaufsichtsrat von Mercedes, sah die Schuld für den Unfall bei Hamilton. «Für mich ist das inakzeptabel, so einfach ist das», sagte der Österreicher in einem ORF-Interview. "So kann man nicht Autofahren. Er hat versucht, nach vorne zu fahren, wo man nicht nach vorne fahren kann." Mercedes' Motorsportchef Toto Wolff wiederum meinte, man könne keinem Fahrer die ausschliessliche Schuld geben.

Doch kein Rekord für Mercedes

Fakt ist jedenfalls, dass das zuletzt zehnmal in Folge siegreich gewesene Mercedes-Team die Einstellung des Rekords von McLaren aus dem Jahr 1988 (11 Siege de suite) verpasste. Und ein Ende fand gleichzeitig natürlich auch die saisonübergreifend sieben Rennen dauernde Siegesserie von Rosberg. In der WM-Wertung führt der in Monaco wohnhafte Deutsche noch immer deutlich - mit 39 Punkten vor Räikkönen. Ein schwacher Trost für den 18-fachen GP-Sieger und sein Team.

Die Sauber-Fahrer, gestartet auf den Positionen 19 und 20, waren in Katalonien im Kampf um die Punkte chancenlos. Am Ende resultierten für Marcus Ericsson und Felipe Nasr die Ränge 12 und 15. Mit einer Enttäuschung endete der Grand Prix für Fernando Alonso. Der spanische Lokalmatador musste das Rennen im McLaren-Honda wegen eines Motorschadens aufgeben.(sda)

SDA/xk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch