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Hamiltons zweiter Streich – Sauber im Elend

Das Mercedes-Duo dominiert auch den GP von Bahrain: Lewis Hamilton feiert vor Nico Rosberg seinen zweiten Triumph innerhalb einer Woche. Die beiden Sauber-Piloten fallen aus.

Sie regieren die Formel 1: Lewis Hamilton (r.) nimmt die Gratulation von Nico Rosberg entgegen.
Sie regieren die Formel 1: Lewis Hamilton (r.) nimmt die Gratulation von Nico Rosberg entgegen.
AFP

Lewis Hamilton und Nico Rosberg machten den zweiten aufeinanderfolgenden Doppelerfolg für das hoch überlegene Team Mercedes perfekt. Langweilig wurde es an der Spitze gleichwohl nicht. Hamilton und Rosberg bekämpften sich oftmals Rad an Rad. Ruhe war lediglich nach den zweiten Boxenstopps eingekehrt, als der Engländer den Deutschen um rund zehn Sekunden distanzieren konnte. Eine Safety-Car-Phase brachte Rosberg aber noch einmal die Möglichkeit zurück, seinerseits als Sieger abgewinkt zu werden. Doch Hamilton machte alle Angriffe zunichte oder vermochte gelungene Manöver Rosbergs umgehend zu kontern. Der Brite siegte zum insgesamt 24. Mal in der Formel 1. Er steht damit auf einer Höhe mit Juan-Manuel Fangio. Der legendäre, im Juli 1995 verstorbene Argentinier hatte in den Fünfzigern zwei seiner fünf WM-Titel als Mercedes-Fahrer gewonnen.

Hinter dem unangefochtenen Mercedes-Duo belegte Sergio Pérez im Force India mit über 20 Sekunden Rückstand Platz 3. Für den Mexikaner war es der vierte Podestplatz in der Formel 1. Die ersten drei, zwei zweite und einen dritten Rang, hatte er als Pilot des Sauber-Rennstalls in der vorletzten Saison errungen. Die indische Equipe konnte sich erst zum zweiten Mal über eine so gute Klassierung freuen. 2009 war der Italiener Giancarlo Fisichella im Grand Prix von Belgien Zweiter geworden. Daniel Ricciardo wurde im Red Bull Vierter, nachdem er wenige Runden vor Schluss das teaminterne Duell gegen Sebastian Vettel für sich entschieden hatte. Der Weltmeister wurde hinter Landsmann Nico Hülkenberg im zweiten Force India Sechster.

Die zwischenzeitliche Neutralisation des Rennens war nach einem spektakulären Unfall von Esteban Gutiérrez im Sauber nötig geworden. Der Mexikaner wurde nach 41 der 57 Runden vom Venezolaner Pastor Maldonado im Lotus beim Einbiegen in eine Kurve seitlich gerammt. Aufgrund der Wucht des Einschlags überschlug sich das Sauber-Auto, kam danach aber auf den Rädern stehend zum Stillstand. Gutiérrez blieb glücklicherweise von schweren Verletzungen verschont; er konnte das beschädigte Cockpit aus eigener Kraft verlassen. Maldonado hatte als Strafe eine zehn Sekunden dauernde Stop-and-Go-Strafe zu gewärtigen. Der Führungswagen musste zur Bergung des Sauber-Autos und der Trümmer ausrücken.

Für Gutierrez' Teamkollegen Adrian Sutil war das Aus schon 20 Runden zuvor gekommen, womit die Zürcher Equipe wie schon in Malaysia einen Doppelausfall zu beklagen hatte. Für Sutil waren die Folgen eines unverschuldeten Rencontres mit dem Franzosen Jules Bianchi im Marussia zu gravierend, so dass er sieben Runden nach dem Zwischenfall das Auto ausrollen lassen musste. Bianchi trug einen defekten linken Hinterreifen davon und wurde zudem von den Stewards für sein Vergehen mit einer so genannten Drive-Through-Strafe belegt.

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