Zum Hauptinhalt springen

Die Silberpfeile protestieren

McLaren-Mercedes fühlt sich nach dem am Grünen Tisch «geraubten» Sieg von Spa-Francorchamps verschaukelt.

Der Formel-1-Rennstall hütet sich aber davor, von «Betrug »oder gar einer «Bevorteilung» Ferraris zu sprechen. «Wir alle sind empört», gab Mercedes-Motorsportchef Haug zwei Tage nach der allgemein auf Unverständnis gestossenen Zeitstrafe gegen den ursprünglichen Sieger Lewis Hamilton nach dem Grossen Preis von Belgien die Stimmung im britisch-schwäbischen Team wider. «Wir haben diese Entscheidung nicht verstanden, wie die ganze Welt auch nicht - mit Ausnahme von Italien.»

Ferrari auf Kosten von Mercedes bevorzugt

Wesentlich schärfer reagierten Experten auf das folgenschwere, die Weltmeisterschaft massiv beeinflussende Urteil der drei Rennkommissare. «Es gab schon früher den Verdacht, dass Ferrari von der Fia bevorteilt wird. Ich habe es nie geglaubt. Aber jetzt ist es so klar, alle haben es am Fernseher gesehen: Ferrari wird bevorteilt», sagte der dreimalige Champion Niki Lauda, der den Internationalen Automobil-Verband Fia im «Bild» hart kritisierte. Der frühere Formel-1-Fahrer Hans-Joachim Stuck urteilte: «Es hat zu oft den Anschein, dass Ferrari auf Kosten von Mercedes bevorzugt wird.» Ralf Schumacher, der jetzt für Mercedes im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) unterwegs ist, wetterte: «Hamilton wurde der verdiente Sieg geklaut. Er war der klar Bessere. Ferrari hatte schon immer Vorrecht in der Formel 1.»

«Wir sind die Sieger von Spa»

Wegen Abkürzung durch eine Schikane hatten die Rennkommissare in Belgien 25 Sekunden Strafe gegen Hamilton verhängt. Der Brite hatte sich danach wieder hinter Kimi Räikkönen zurückfallen lassen, wenig später den Finnen im Ferrari aber erneut überholt. «Wir können beweisen, dass sich Lewis reglementskonform verhalten hat», versicherte Haug. «Ich kann keine Vorteilsnahme sehen. In dem Fall war Lewis um Lichtjahre schneller. Er war der beste Mann.» Für den Mercedes-Mann steht trotz Hamiltons Zurückstufung auf Rang drei hinter Ferrari-Konkurrent Felipe Massa und BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld fest: «Wir sind die Sieger von Spa.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch