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Die Leiden des jungen Sauber-Piloten

Eine Woche vor dem Saisonstart ist die Formel 1 für den japanischen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi nur Nebensache. «Ich habe Angst, dass mein ganzes Land untergeht», sagt der 24-Jährige.

Ein gutes Resultat in Australien soll seinen Landsleuten ein wenig Freude bringen: Kamui Kobayashi, Sauber-Pilot aus Japan.
Ein gutes Resultat in Australien soll seinen Landsleuten ein wenig Freude bringen: Kamui Kobayashi, Sauber-Pilot aus Japan.

Eigentlich hatte sich Kamui Kobayashi auf den März 2011 riesig gefreut. Mit seinem neuen Dienstwagen, dem Sauber C30, ist er weit konkurrenzfähiger als im vergangenen Jahr, als Technikchef James Key das «Krückenauto» C29 erst spät ein wenig auf Touren bringen konnte. Die katastrophale Entwicklung in Japan hat für Kobayashi nun aber alles verändert. «Ich war natürlich sehr besorgt und bin nach den Testfahrten in Barcelona in meine Heimat geflogen», erklärt der Überholkünstler. «Ich muss sagen, die Situation ist wirklich sehr schlimm. So viele Menschen haben ihr Leben, ihr Zuhause oder ihre Liebsten verloren. Ich kann kaum fassen, das ein Szenario wahr geworden ist, das schlimmer als jeder Film ist.»

Kobayashi möchte den Opfern in Japan gerne helfen, weiss aber nicht, wie er dies anstellen soll. Darum hat er sich vorgenommen, seinen Landsleuten am 27. März mit einem guten Resultat beim Grand Prix in Melbourne ein positives Erlebnis inmitten der schweren Probleme zu schenken. Es sei für ihn aber alles andere als einfach, die Konzentration auf den Sport zu lenken. «Ich habe Angst, dass mein ganzes Land untergeht», bekennt der sonst so fröhliche Hobby-Komiker Kobayashi. Immerhin geht es seinen Verwandten gut. Deren Heimatstadt Amagasaki gehört nicht zu den gefährdeten Gebieten.

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