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Das neue Auto nährt die Hoffnung auf Besserung

Alfa Romeo verzichtet auf eine pompöse Präsentation des C39. Die Basis für einen der vorderen Mittelfeldränge ist da.

So sieht der neue Bolide von Alfa Romeo aus. (Video: Tamedia)

Als einer der letzten Formel-1-Rennställe präsentierte das in Hinwil beheimatete Alfa-Romeo-Team den Boliden für die Saison 2020. Ohne grosses Brimborium – ganz im Gegensatz beispielsweise zu Ferrari. Die Italiener hatten in einem Opernhaus zu einer opulenten Show geladen. Alfa Romeo stellte seinen C39-Ferrari in Barcelona einfach vor die Garage, Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi enthüllten ihn. In aller Bescheidenheit, 45 Minuten vor Beginn der Tests.

Bescheiden waren auch die Resultate der letzten Saison mit dem 8. Rang in der WM – das war kein Fortschritt, sondern Stagnation. Das neue Auto nährt die Hoffnung auf Besserung. Die Basis für einen der vorderen Mittelfeldränge wäre da: Die ohnehin schon gute Infrastruktur in Hinwil wurde über den Winter durch einen Simulator ergänzt.

Keine Ziellinie in Sicht

Die Titelsponsoren Alfa Romeo und Orlen – der polnische Mineralölkonzern kam mit Robert Kubica als Testfahrer im Schlepptau – sorgen bei einem Budget von geschätzt 150 Millionen Franken für finanzielle Sicherheit und lassen das Team wachsen. 450 Mitarbeiter umfasst es. «Bei diesem Projekt gibt es keine Ziellinie», sagt Teamchef Frédéric Vasseur.

Das neue Auto nährt die Hoffnung auf Besserung: Robert Kubica testet in Barcelona den Alfa. (Foto: Albert Gea/Reuters)
Das neue Auto nährt die Hoffnung auf Besserung: Robert Kubica testet in Barcelona den Alfa. (Foto: Albert Gea/Reuters)

Doch die Entwicklung auf der Strecke hielt zuletzt nicht mit ­jener im Werk in Hinwil Schritt. Das zu ändern wird nicht einfach, zumal 2020 die letzte Saison nach altem Reglement ist. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt noch fast alles beim Alten; davon profitiert, wer bisher ein gutes Auto hatte. Auf 2021 hin stehen grosse Änderungen an. Sie sorgen womöglich bei den finanzkräftigeren Teams für ein kostspieliges Wettrüsten – und beeinflussen die Planung schon jetzt.

Sponsor statt Swissness

Vasseur sagt, man werde wohl früher als bisher mit der Entwicklung des aktuellen Autos aufhören, um Ressourcen für das 2021er-Modell freischaufeln zu können. «Die ersten Rennen werden damit noch wichtiger.» Der C39 muss von Anfang an konkurrenzfähig sein. Sechs Testtage stehen vor der am 15. März in Australien beginnenden Saison zur Verfügung. Der Schweizer Rennstall muss dabei ein erstes Mal seine Effizienz beweisen.

Apropos Schweiz: Der Hinweis auf die Herkunft des Teams ist auf dem C39 verschwindend klein geworden. Hatte zuletzt der Schriftzug «Schweiz – Suisse – Svizzera» den Heckflügel geziert, prangt dort nun das Logo von Co-Titelsponsor Orlen. Das in jener Saison, in dem die Sauber Motorsport AG ihr 50-Jahr-Jubiläum feiert und das Team den 500. Formel-1-GP absolvieren wird.

Die Formel-1-Teams präsentieren in diesen Tagen ihre Boliden für die neue Saison. Am 19. Februar stellte Alfa Romeo den C39 vor. Kimi Räikkönen (rechts) und und Antonio Giovinazzi mit ihrem neuen Dienstauto.
Die Formel-1-Teams präsentieren in diesen Tagen ihre Boliden für die neue Saison. Am 19. Februar stellte Alfa Romeo den C39 vor. Kimi Räikkönen (rechts) und und Antonio Giovinazzi mit ihrem neuen Dienstauto.
AP Photo
Robert Kubica auf einer Testfahrt mit dem Alfa Romeo in Barcelona.
Robert Kubica auf einer Testfahrt mit dem Alfa Romeo in Barcelona.
Reuters
«Er ist ein bisschen röter als im vergangenen Jahr», sagte Sebastian Vettel, neben Charles Leclerc der Ferrari-Pilot, bei der Präsentation.
«Er ist ein bisschen röter als im vergangenen Jahr», sagte Sebastian Vettel, neben Charles Leclerc der Ferrari-Pilot, bei der Präsentation.
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