Zum Hauptinhalt springen

«Bottas ist die Marionette von Mercedes»

Nach der Mercedes-Stallorder im GP von Russland sind sich die Motorsport-Fans einig: Valtteri Bottas wurde übers Ohr gehauen.

Verhaltene Freude: Valtteri Bottas (l.) stand nach der Mercedes-Stallorder mit versteinerter Miene auf dem Podium. Auch Sieger Lewis Hamilton (m.) konnte sich nicht richtig freuen.
Verhaltene Freude: Valtteri Bottas (l.) stand nach der Mercedes-Stallorder mit versteinerter Miene auf dem Podium. Auch Sieger Lewis Hamilton (m.) konnte sich nicht richtig freuen.
Mikhail Svetlov/Getty Images
Die Entscheidung in Sotschi: Bottas (unten) bekommt vom Kommando-Pult die Anweisung, seinen Teamkollegen Lewis Hamilton durchzulassen. «Lass Lewis in dieser Runde in Kurve 13 vorbei.»
Die Entscheidung in Sotschi: Bottas (unten) bekommt vom Kommando-Pult die Anweisung, seinen Teamkollegen Lewis Hamilton durchzulassen. «Lass Lewis in dieser Runde in Kurve 13 vorbei.»
Clive Mason/Getty Images
Mann des Rennens aber ist eigentlich Max Verstappen. Der Holländer wurde nach dem Qualifying zurückversetzt und startete von Platz 19. Bereits nach acht Runden lag er auf Platz 5, weil er spät in die Boxe fährt, führt er das Rennen zwischenzeitlich an. Er wird schlussendlich Fünfter, noch vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo, der von Platz 20 starten musste.
Mann des Rennens aber ist eigentlich Max Verstappen. Der Holländer wurde nach dem Qualifying zurückversetzt und startete von Platz 19. Bereits nach acht Runden lag er auf Platz 5, weil er spät in die Boxe fährt, führt er das Rennen zwischenzeitlich an. Er wird schlussendlich Fünfter, noch vor seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo, der von Platz 20 starten musste.
Srdjan Suki/EPA
1 / 7

Die Finnen sind nicht bekannt für Gefühlsausbrüche. Aber am Sonntag war sogar Valtteri Bottas anzusehen, dass er angesäuert war. Kein Wunder, die Mercedes-Stallorder hatte den 29-Jährigen im GP Russland in Sotschi um den Sieg geprellt, Lewis Hamilton profitierte und steht damit kurz vor seinem fünften WM-Titel.

Bottas blieb an der Pressekonferenz nach dem Rennen professionell und sagte mit einem Lächeln: «Aus der Sicht des Teams war dies das ideale Resultat – für mich war es nicht ideal, aber für das Team schon.» Es war ein gezwungenes Lächeln.

Die Fans können es nicht fassen, dass Mercedes die Stallorder anwandte, nachdem Teamchef Toto Wolff vor dem Rennen dem Finnen Bottas den Sieg versprochen hatte, wie er selber zugab. Er hatte aber auch gesagt: «Als Rennfan hasst du Teamorder. Als Teamchef musst du anders denken.» Nun muss der Österreicher Häme einstecken.

Bottas erntet von den Fans viel Trost.

Die Fairness bleibt links liegen:

Dieser Fan schlägt dem Finnen einen Teamwechsel vor:

Bottas kommt über den Job als «Flügelmann», also als Edelhelfer, nicht hinaus:

Marionette beschreibt es wohl noch passender:

Ja, der Finne hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel aufgehalten, das hat er selber zugegeben.

Einigen Fans kam die Stallorder bekannt vor: Na, wissen Sie noch, anno 2002?

Da war das Vorgehen noch plumper, Michael Schumacher erbte den Sieg von Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello auf der Zielgeraden. Teamchef Jean Todts Stimme am Radio im österreichischen Spielberg dazu: «Rubens, es ist die letzte Runde. Lass Michael für den WM-Titel passieren! Lass Michael für den WM-Titel passieren! Rubens, bitte!»

(Video: Youtube/adakar83)

(Video: Youtube/RedBullTobiSchumi)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch