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«Köbi national» soll eine Statue bekommen

Ein Denkmal für den Zürcher nimmt Form an – jedenfalls politisch: SVP und SP haben im Stadtparlament einen Vorstoss eingereicht.

Köbi Kuhn als Werbebotschafter: Ein Discounter spannte Kuhn 2008 zu kommerziellen Zwecken ein. Am 26. November 2019 verstarb Kuhn. Foto: Helmut Wachter/13
Köbi Kuhn als Werbebotschafter: Ein Discounter spannte Kuhn 2008 zu kommerziellen Zwecken ein. Am 26. November 2019 verstarb Kuhn. Foto: Helmut Wachter/13

Knapp zwei Monate nach dem Ableben Köbi Kuhns hat sich in Zürich eine unheilige Allianz zwischen rechts und links gebildet, um den früheren FCZ-Spieler und Nationaltrainer «permanent» zu würdigen.

Wie die NZZ am Donnerstag berichtet, haben Stefan Urech von der SVP und Urs Helfenstein von der SP im Stadtparlament einen gemeinsamen Vorstoss eingereicht.

Die beiden Gemeinderäte fordern eine «permanente Würdigung» für Köbi Kuhn – eine Skulptur oder «eine andere Art der Wertschätzung». Die SP-Fraktion habe den Text des Vorstosses bereits gutgeheissen; die SVP will dies nächste Woche nachholen, wie die NZZ weiter schreibt.

«Einer wie du und ich»

Kuhns Tod im vergangenen November habe beide Politiker bewegt. «Köbi Kuhn war eine integrierende Persönlichkeit, ein waschechter Zürcher, zu dem Jung und Alt aufsahen», sagt Urech, der den Hoppers zugetan ist. «Er war eine Identifikationsfigur», fügt FCZ-Gönnervereinsmitglied Helfenstein hinzu. «Bescheiden, ohne Starallüren, einer wie du und ich.»

Die Meinung, dass Köbi Kuhn ein Denkmal verdient habe, weil er ja schon zu Lebzeiten ein bisschen eines war, und es Zürich guttun würde, einer Figur wie Kuhn eines zu setzen, vertrat auch der «Tages-Anzeiger» (hier gehts zum Bezahl-Artikel).

Benjamin Styger, ein ehemaliger TeleZüri-Journalist, hat in Wiedikon den Köbi-Kuhn-Platz initiiert, in der Nähe, wo Kuhn lange lebte. Einige Menschen haben dort nach der Todesnachricht Blumen hingelegt. Zurzeit ist der Platz noch nicht offiziell nach dem Ex-Natitrainer benannt.

Der Namensgeber bei der Einweihung 2006. Foto: «Tages-Anzeiger».
Der Namensgeber bei der Einweihung 2006. Foto: «Tages-Anzeiger».

Sollten SVP und SP in der Causa «Köbi national» zusammenhalten, ist die Chance gross, dass das Zürcher Parlament den «Schweizer des Jahres 2006» auf ewig ehren wird – vorzugsweise in Form einer Skulptur anstelle eines Platzes. Laut NZZ stellt sich Urech ein «dezentes Denkmal» vor – keine Protz-Statue, wie es sie etwa vom portugiesischen Schönling Cristiano Ronaldo auf Madeira gebe.

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