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Junioren-Weltmeisterin von 2003 gibt nach Verletzungs-Misere auf

Die vom Verletzungspech verfolgte Skirennfahrerin Tamara Wolf hat im Alter von 25 Jahren den Rücktritt vom Spitzensport erklärt.

Die gesundheitlichen Probleme und die Tatsache, vor drei Wochen nicht in ein Kader von Swiss-Ski aufgenommen worden zu sein, bewogen die Engadinerin zu diesem Schritt.

Wolf erklärte am späten Montagabend in der Fernsehsendung "Sportlounge", dass bei ihrem Rückzug der Faktor Gesundheit eine entscheidende Rolle spiele. "Ich habe nun zwölf Operationen hinter mir. Ich liebe diesen Sport über alles, will mich aber auch im Alter von 40 Jahren noch ohne Beschwerden betätigen können." Zudem sei es sehr schwierig, ohne die Unterstützung einer Mannschaft an frühere Erfolge anzuknüpfen.

Die letzte ihrer zahlreichen Verletzungen zog sich Wolf heuer am 7. Januar zu. An jenem Tag erlitt sie bei einem "Einfädler" während eines Slalom-Trainings in Zuoz einen Innenband-Riss und einen Kreuzband-Teilriss in ihrem linken Knie. Wolf musste sich einem operativen Eingriff unterziehen und die Saison vorzeitig beenden - just zu einem Zeitpunkt, als sie einmal mehr den Anschluss an die Weltspitze herstellen wollte. Knapp einen Monat vor dem verhängnisvollen Sturz hatte sie mit einem Sieg in einer Europacup-Abfahrt in St. Moritz neuen Mut geschöpft. Wolf durfte auch gewisse Hoffnungen hegen, um in einem Kader des Schweizer Verbands wieder Unterschlupf zu finden, nachdem sie im Frühling 2010 von Swiss-Ski ausgemustert worden war. Ihren letzten Comeback-Versuch musste sie auf eigene Faust unternehmen. Während ihrer Verletzungs-Misere ist sie auch von der österreichischen Trainer-Legende Karl Frehsner unterstützt worden.

Seit dem 3. März 2007, als Wolf bei einer Abfahrt in Tarvisio (It) während einer ausgezeichneten Fahrt schwer gestürzt war, ist sie nie mehr im Weltcup aufgetaucht. In der internationalen Rennserie kommt sie auf lediglich sieben Einsätze. Als bestes Weltcup-Resultat steht ein 8. Rang zu Buche, den sie im Januar 2007 bei einer Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee (Ö) erreicht hat. In ihrem einzigen WM-Rennen 2007 in Are (Sd) musste sie sich mit Platz 26 in der Super-Kombination begnügen. Die Teilnahme an Olympischen Spielen blieb ihr verwehrt. 2009 holte sie an der Winter-Universiade in China jeweils Gold in den beiden Speed-Disziplinen. Wolf galt als grosses Talent, nachdem sie 2003 in Puy St. Vincent (Fr) vor Konkurrentinnen wie Lindsey Vonn, Julia Mancuso und Maria Riesch Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt geworden war.

Wolf möchte jetzt im Berufsleben Fuss fassen. In Chur absolviert sie ein Teilzeit-Studium in Betriebsökonomie, das sie durch einen Job in einer Vermögensverwaltung ergänzen kann.

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