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Zehn Gründe für den Schweizer Exploit

Kein anderes Team hat an dieser A-WM in Stockholm und Helsinki so viele Tore geschossen wie die Schweiz (25), so viele Punkte erreicht wie die Nati (17) und so eine positive Tordifferenz geschaffen wie die SIHF-Auswahl (+16). Holen die Schweizer am Dienstag gegen die Weissrussen zwei Punkte, dann sind sie Gruppensieger und würden im Viertelfinal auf Norwegen oder Tschechien treffen. Wer hätte vor diesem Turnier an einen solchen Exploit gedacht?
Simon Moser (Nummer 82) setzt sich fliegend vor dem norwegischen Tor durch und markiert das 1:0 am Sonntagabend. Dahinter beschäftigt Nino Niederreiter einen Norweger. Dieses physische Durchsetzungsvermögen ist neu im Schweizer Team, das in der Effizienzstatistik hinter den USA (13,77 Prozent) den zweiten Rang belegt (13,44). Was für ein Unterschied zu den letzten WM-Turnieren!
Last, but not least: der Headcoach der Schweizer Nationalmannschaft. Sean Simpson (g. l.) geriet nach den letzten beiden Weltmeisterschaften stark unter Beschuss, sogar von seiner Absetzung war die Rede. Nun hat sich die Geduld mit ihm ausgezahlt: Wie schon 2010 in Deutschland bei seinem ersten Turnier wirkt der Meistermacher des EV Zug sowie Sieger der Champions Hockey League mit den ZSC Lions souverän und entschlossen. Der britisch-kanadische Doppelbürger hat die richtige personelle Mischung gefunden. Und er hat aus Fehlern gelernt: Er lässt in Schweden eine Spur defensiver spielen, was zur Kompaktheit und Stabilität des Teams beiträgt. Simpson ist wieder der Boss der Mannschaft. Nachdem der Viertelfinal zweimal verpasst worden ist, steht die Schweiz in Stockholm unter den Top 8. Wer weiss, vielleicht gibt es sogar mehr? Für die Öffentlichkeit zu Hause ist aber jetzt schon klar: Diese Schweizer machen grosse Freude, es macht Spass, dieser Mannschaft zuzuschauen.
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