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Trunkenheit im Spiel: 4000 Dollar

Die neu gegründete russische Hockeyliga KHL zieht mit viel Geld Topspieler aus Nordamerika und Europa an. Sie lehnt sich in groben Zügen an die NHL an, der Alltag führt die Spieler dann aber doch an Eigenheiten der russischen Kultur heran.

So stutzte der Schwede Tony Martensson, der in einem Blog für den TV-Sender Viasat über seine Erfahrungen bei Ak Bars Kasan berichtet, als ihm eine Bussenliste für Verfehlungen in die Hand gedrückt wurde. Fast alles wird über das Portemonnaie geregelt. Wer eine «unnötige» Strafe kassiert, die zu einem Gegentor führt, wird - je nach Gutdünken des Coaches - mit 800 bis 2000 Dollar gebüsst. Wer betrunken zum Training erscheint, dem werden 1000 Dollar abgezogen. Und wer sich erwischen lässt, dass er unter Alkoholeinfluss spielt, muss mit 4000 Dollar büssen. Um die Spieler unter Kontrolle zu halten, zieht sie der Klub vor jedem Heimspiel am Tag zuvor in einem Hotel zusammen.

Martensson musste erfahren, dass Statussymbole wie teure Autos noch wichtiger sind als in Westeuropa. Auch Schweizer Luxusuhren sind beliebt. Ein Kollege schaffte sich ein mit Diamanten besetztes Handy für 30'000 Dollar an. Fast so viel kostete Martensson und die anderen Neulinge das «Rookie»-Dinner, das sie für das Team bezahlen mussten. Trank kam dabei deutlich teurer als Speis, und die Party war um sechs Uhr morgens noch voll im Gange, als Martensson sie verliess. Auf dem Heimweg versuchte er, leicht beschwipst, einen verbotenen U-Turn und wurde von der Polizei gestoppt. Ihm schwante Böses. Doch nicht alle halten sich so strikte an den Bussenkatalog wie der Hockeyklub. Als der Schwede stammelte, er spiele für Ak Bars, wünschte ihm der Polizist viel Glück für die Saison und gute Reise.

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