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Simpsons Team ist nicht zu stoppen

Die Schweizer Eishockeyaner sind an der WM in Stockholm auch nach sechs Spielen noch ungeschlagen. Das Team von Sean Simpson bezwingt am Sonntag Norwegen verdient 3:1 und ist wieder Leader.

Der Höhenflug der Schweizer Eishockeyaner geht weiter. An der A-WM in Stockholm bezwingen sie Norwegen verdient mit 3:1. Patrick von Gunten (M.) hat soeben im Powerplay zum 3:0 getroffen.
Der Höhenflug der Schweizer Eishockeyaner geht weiter. An der A-WM in Stockholm bezwingen sie Norwegen verdient mit 3:1. Patrick von Gunten (M.) hat soeben im Powerplay zum 3:0 getroffen.
Keystone
Die Schweizer starten konzentriert. Simon Moser (l.) bringt akrobatisch sein Team in der 7. Minute nach Pässen von Martin Plüss und Mathias Seger in Führung. Und...
Die Schweizer starten konzentriert. Simon Moser (l.) bringt akrobatisch sein Team in der 7. Minute nach Pässen von Martin Plüss und Mathias Seger in Führung. Und...
Keystone
Die Schweizer Fans sind zahlreich in Stockholm vertreten. Und sie erleben eine historische, ja sensationelle WM aus Schweizer Sicht. Die Nati hat sich mit ihren Auftritten in der Szene grossen Respekt verschafft.
Die Schweizer Fans sind zahlreich in Stockholm vertreten. Und sie erleben eine historische, ja sensationelle WM aus Schweizer Sicht. Die Nati hat sich mit ihren Auftritten in der Szene grossen Respekt verschafft.
Keystone
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Damit sind die Schweizer gleich erfolgreich wie 1939 und 1948 gestartet, als sie ebenfalls die ersten sechs WM-Spiele gewonnen haben. Am Dienstag bietet sich der Auswahl der Swiss Ice Hockey Federation zum Abschluss der Vorrunde gegen Weissrussland die Gelegenheit, eine neue Bestmarke aufzustellen – sieben Siege ist ihr an einer WM noch nie gelungen.

Als einzige noch unbezwungene Equipe an dieser WM können die Schweizer am Dienstag den Gruppensieg aus eigener Kraft schaffen, wobei zwei Punkte genügen würden. Dies wäre insofern wichtig, als sie dann in den Viertelfinals entweder auf Norwegen oder Tschechien treffen würden. Als Zweiter bekämen sie es mit Co-Gastgeber Schweden zu tun.

Gelungene Revanche

Die Schweizer hatten die Norweger, gegen die sie zuvor dreimal in Folge verloren hatten, von A bis Z im Griff. Torhüter Martin Gerber erlebte einen geruhsamen Abend und musste bloss 16 Paraden zeigen.

Als Höhepunkt erzielte Roman Josi in der 16. Minute in Unterzahl das 2:0. Der Verteidiger der Nashville Predators stand nach einem Abpraller des norwegischen Goalies Lars Haugen, nach einem Schuss von Andres Ambühl und grossartiger Vorarbeit von Reto Suri, goldrichtig und brauchte den Puck nur noch ins leere Tor einzuschieben. In der 34. Minute wäre Ambühl beinahe noch ein zweiter Shorthander gelungen, doch er scheiterte solo vor Goalie Haugen. Auch Josi hätte in der 47. Minute beinahe ein zweites Mal in Unterzahl getroffen. Patrick von Gunten erhöhte 25 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels nach einem herrlichen Querpass von Ambühl in Überzahl auf 3:0. Für die Führung der Schweizer hatte in der 7. Minute Simon Moser verantwortlich gezeichnet, der sich vor dem Tor fliegend gegen einen Norweger durchsetzen konnte.

Simpsons Lob und Kritik an den Refs

Die abgeklärten Schweizer liessen sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als sie von den Heads mehrmals benachteiligt wurden. Sie überstanden die sechsminütige Unterzahlphase im mittleren Abschnitt auf imponierende Weise. Als sie wieder vollzählig waren, schnürten sie die Norweger völlig ein. Einzig im Schlussdrittel musste die Nati in Unterzahl einen Gegentreffer hinnehmen. In Folge verwaltete das Simpson-Team den Vorsprung problemlos.

Der Naticoach hob nach der Partie gegenüber SRF die starke Leistung in Unterzahl hervor, bemängelte aber die zu vielen Strafminuten. Allerdings war Simpson nicht der einzige Beoabachter, der fand, dass die Schiedsrichter allzu einseitig die Strafen verteilten. «Aber wir haben verdient gewonnen, die Mannschaft spielt intensiv.» Und die Ausgangslage? «Die Spieler wissen, was sie wollen. Natürlich wäre es im Hinblick auf den Viertelfinal super, wenn wir Gruppensieger werden würden.»

Die Schweizer haben es am Dienstag in ihren Händen. Und dass sie auch nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel an diesem Turnier nicht abheben, beweisen auch die Worte des starken Centers Ambühl: «Wir haben hart gearbeitet und verdient gewonnen. Aber jetzt müssen wir uns sofort auf die Partie gegen die Weissrussen vorbereiten.» Voilà, professioneller geht es nicht mehr.

Norwegen - Schweiz 1:3 (0:2, 0:1, 1:0) Globe Arena, Stockholm. - 3226 Zuschauer. - SR Frano/Zalaski (Tsch/Ka), Dahmen/Scheljanin (Sd/Russ). - Tore: 7. Simon Moser (Martin Plüss, Seger) 0:1. 17. Josi (Ambühl, Suri/Ausschluss Blum!) 0:2. 40. (39:35) von Gunten (Ambühl, Josi/Ausschluss Bonsaksen) 0:3. 45. Tollefsen (Trygg/Ausschluss Blindenbacher) 1:3. - Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Thoresen) gegen Norwegen, 8mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Norwegen: Haugen; Holos, Bonsaksen; Tollefsen, Trygg; Bastiansen, Odegaard; Sorvik; Röymark, Hansen, Skröder; Thoresen, Holtet, Ken Andre Olimb; Mathis Olimb, Forsberg, Niklas Roest; Dahlström, Ask, Spets; Martinsen. Schweiz: Martin Gerber; Seger, Julien Vauclair; Blindenbacher, Philippe Furrer; Josi, von Gunten; Blum, Grossmann; Niederreiter, Martin Plüss, Simon Moser; Walker, Trachsler, Bieber; Suri, Gardner, Ambühl; Bodenmann, Cunti, Hollenstein. Bemerkungen:Norwegen ohne Solberg (verletzt), Schweiz ohne Berra (Ersatztorhüter), Stephan, Monnet, Bürgler (alle überzählig) und Diaz (noch nicht eingetroffen). - Schüsse: Norwegen 17 (5-6-6); Schweiz 36 (17-13-6). - Powerplay-Ausbeute: Norwegen 1/6 (1 Shorthander kassiert); Schweiz 1/5.

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