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Siege für «Kellerkinder» – Biel über dem Strich

Die «Kellerkinder» der NLA haben in der 15. Runde mit Siegen aufgewartet: Rapperswil-Jona gewann genauso wie die SCL Tigers und Biel. Bern grüsst weiterhin von der virtuellen Spitze.

Es geht aufwärts mit den Lakers: Stacy Roest feiert mit seinen Teamkollegen Sanny Lindstroem, Patrick Fischer und Niklas Nordgren das 1:0.
Es geht aufwärts mit den Lakers: Stacy Roest feiert mit seinen Teamkollegen Sanny Lindstroem, Patrick Fischer und Niklas Nordgren das 1:0.
Keystone

Der Aufsteiger rutschte damit auf Kosten von Fribourg über den Strich. Zwischen dem siebtklassierten Ambri-Piotta, das gegen die Kloten Flyers einen 3:1-Erfolg feierte, und Schlusslicht Rapperswil liegen nur noch fünf Punkte.

An der Spitze der Tabelle schloss Bern bis auf einen Punkt zum spielfreien Leader Davos auf. Der SCB, der noch zwei Spiele weniger ausgetragen hat als die Bündner, reagierte auf die 2:3-Niederlage gegen Rapperswil mit einem klaren 4:0-Sieg auswärts gegen Genève- Servette. Für die Genfer war es die erste Heimniederlage im siebten Spiel.

Servette - Bern: Berns klare Antwort

Der SC Bern hat auf den Ausrutscher vom letzten Dienstag gegen die Rapperswil-Jona Lakers (2:3) reagiert und Genève-Servette die erste Heimniederlage im siebten Spiel beigefügt. Die Basis zum 4:0-Sieg legten die Berner mit einem starken Startdrittel (3:0).

Simon Gamache, Marc Reichert (100. NLA-Tor) und Sébastien Bordeleau trafen in den ersten 20 Minuten für den SCB, der die Genfer in der Folge problemlos auf Distanz hielt. In der Tabelle schloss der selbsternannte Meisterschaftsfavorit mit dem vierten Auswärtssieg in Folge bis auf einen Punkt zum spielfreien Leader Davos auf.

Während die Berner im Powerplay überzeugten und zwei der ersten drei Tore in Überzahl erzielten, vermochte Servette bei Spielmitte selbst während einer Phase von eineinhalb Minuten in doppelter Überzahl nicht zu reüssieren. Die beste Chance auf einen Torerfolg besass Servette in der 43. Minute: Byron Ritchie scheiterte aber mit seinem Penalty an SCB-Goalie Marco Bührer. Unmittelbar danach sorgte Berns Roman Josi für den Schlusspunkt.

Weil das Verbandssportgericht das Gesuch um aufschiebende Wirkung ablehnte, mussten die Genfer auf ihren Teamleader Serge Aubin verzichten. Aubin war vom Einzelrichter wegen eines Knieckecks gegen Erik Westrum für fünf Partien gesperrt worden, worauf Servette Rekurs einlegte.

Biel - Zug: Zug entgleist

Biel gelang beim 6:4-Sieg über Zug der nächste Streich. Der Aufsteiger feierte nicht nur den dritten Sieg aus den letzten vier Spielen, er deklassierte den EV Zug in der ersten Spielhälfte sogar. Nach 30 Minuten hatte Biel bereits 5:1 geführt.

Die Seeländer hätten bei Spielmitte sogar noch höher führen können. Das Timeout des impulsiven Coachs Douglas Shedden nach dem 1:4 verpuffte ohne Wirkung; dreieinhalb Minuten später kassierte Keeper Lars Weibel bereits das nächste Gegengoal. Weibel wurde von seinen Teamkollegen im Stich gelassen: Aus acht Schüssen kassierte er zwischen der 10. und der 31. Minute fünf Gegentreffer.

Dass es im Finish nochmals spannend wurde, verdankte der EV Zug einzig dem Bieler Goalie Pascal Caminada. Der verlor zuerst hinter dem eigenen Tor den Puck und den Stock (2:5) und wischte danach beim 3:5 die Scheibe ins eigene Netz. Mit dem zweiten Shorthander und dem zweiten Treffer ohne Goalie auf dem Eis kam Zug 64 Sekunden vor Schluss durch Patrick Fischer sogar noch auf 4:5 heran. Wenig später erlöste aber Rico Fata mit dem 6:4 ins leere Tor die Bieler Fans.

Eine herausragende Leistung gelang bei Biel erneut der ersten Linie mit Deny Bärtschi, Emanuel Peter und Gianni Ehrensperger. Die drei Schweizer kreierten drei Tore, darunter die wegweisenden Goals vom 2:1 zum 4:1. Bereits beim 3:1-Auswärtssieg am Dienstag in Fribourg hatte diese Linie alle Tore beigesteuert.

Ambri - Kloten: Seltener Heimsieg für Ambri

Dass Kloten den Schwung seit dem guten Saisonstart komplett verloren hat, belegte die Partie in Ambri. Ambri setzte sich etwas glückhaft 3:1 durch. Vor einem Monat hatten die Flyers das erste Spiel in der Leventina noch souverän 6:3 gewonnen.

Kloten besass auch am Freitagabend Vorteile. Es dominierte den ersten Abschnitt, vermochte aber kein Kapital zu schlagen. Ambri verdiente sich den Sieg mit einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt, die innerhalb von 245 Sekunden durch Noah Clarke (25.) und Nick Naumenko (30.) mit den Toren zum 2:0 belohnt wurde. In der Folge bemühte sich Kloten erfolglos um eine Wende. Thomas Bäumle parierte 40 Schüsse; bezwungen wurde er einzig in der 32. Minute durch Marcel Jenni (in Unterzahl).

Ambri kam zu einem seltenen Heimsieg: Von den letzten sechs Heimspielen hatte es bloss eines gewonnen (4:3 n.V. gegen Biel).

SCRJ - Fribourg: Rappis dritter Sieg in Folge

Die Rapperswil-Jona Lakers haben den Weg aus der Krise offenbar gefunden. Das Team von Trainer Morgan Samuelsson feierte gegen Fribourg den dritten Sieg in Folge (2:1). Gottéron dagegen erlitt die fünfte Auswärtsniederlage in Serie.

Stacy Roest (16.) und Niklas Nordgren (48.) schossen Rapperswil in einer nicht sehr intensiven Partie 2:0 in Führung. Fribourg erzielte durch Geoffrey Vauclair zwar noch den Anschlusstreffer (53.), Rappi rettete den Vorsprung aber über die Zeit.

Fribourg ist weiter vom Verletzungspech verfolgt. Fünf Spieler fehlten von Beginn weg, dazu gesellte sich nach dem ersten Drittel auch noch Julien Sprunger. Der "MVP" der letzten Saison schied nach einem Check von Sanny Lindström mit einer Nackenverletzung aus. Etwas Abhilfe soll der Kanadier Jeff Ulmer verschaffen. Der 31- jährige Stürmer gab gegen die Lakers sein (unauffälliges) Debüt.

Langnau - Lugano: Langnau mit dem längeren Schnauf

Dank der wohl besten Saisonleistung gelang den SCL Tigers nach fünf Niederlagen hintereinander wieder einmal ein Exploit. Die Langnauer kämpften den HC Lugano mit 5:3 nieder, obwohl sie eine Zwei-Tore-Führung verspielten.

Langnau führte nach 14 Minuten 2:0 und bis zur 39. Minute 3:1. Unmittelbar vor und nach der zweiten Pause realisierte Lugano aber durch Hnat Domenichelli und Andy Näser den 3:3-Ausgleich. Wieder schien eine Partie den Emmentalern aus den Händen zu gleiten. Diesmal behielten aber die Langnauer den längeren Schnauf: In der 45. Minute fälschte Mathias Joggi im Powerplay einen Schuss von Jeff Toms unhaltbar zum 4:3 ab.

Auch Lugano kam danach noch zu zwei Überzahlgelegenheiten; Andy Näser verpasste in der 46. Minute den neuerlichen Ausgleich nur knapp. Neuzuzug Reto Berra stand zum zweiten Mal hintereinander bei Langnau im Tor, wehrte 32 Schüsse ab, kassierte aber auch zwei «billige» Gegentreffer. Fabian Sutter stellte mit seinem zweiten Goal 16 Sekunden vor Schluss zum 5:3 (ins leere Tor) den Sieg sicher.

si/cal

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