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Servettes grosser Triumph in Davos

Die Genfer wachsen auch im spannenden Final des 87. Spengler-Cups über sich hinaus und bezwingen das favorisierte KHL-Team ZSKA Moskau überraschend mit 5:3.

Es fängt gut an für Servette im Final des 87. Spengler-Cups: Juraj Simek (liegend) hat den Aussenseiter in Front geschossen (7.).
Es fängt gut an für Servette im Final des 87. Spengler-Cups: Juraj Simek (liegend) hat den Aussenseiter in Front geschossen (7.).
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Nur vier Minuten später trifft Denis Hollenstein zum 2:0. Zusammen mit Center Kevin Romy bildet er ein starkes Duo, das von Arnaud Jacquemet sehr gut ergänzt wird.
Nur vier Minuten später trifft Denis Hollenstein zum 2:0. Zusammen mit Center Kevin Romy bildet er ein starkes Duo, das von Arnaud Jacquemet sehr gut ergänzt wird.
Keystone
Aufwartung nach dem Turnier: HCD-Trainer Arno Del Curto (M.) gratuliert Branchenkollege Chris McSorley (l.) zum feinen Erfolg im Landwassertal.
Aufwartung nach dem Turnier: HCD-Trainer Arno Del Curto (M.) gratuliert Branchenkollege Chris McSorley (l.) zum feinen Erfolg im Landwassertal.
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Der 5:3-Finalsieg von Servette gegen ZSKA Moskau in der ausverkauften Davoser Eishalle hat durchaus historischen Wert. Die Genfer sind nach dem Rekordsieger HC Davos und dem ZSC (in den Jahren 1944 und 1945) erst der dritte Schweizer Club, der sich in die Siegerliste des Spengler-Cups einschreibt. Für den Traditionsverein vom Lac Léman ist es der grösste Triumph in der Clubgeschichte überhaupt.

Auch wenn die Intensität im Final nicht mehr die der beiden Halbfinals am Vorabend erreichte, sah das Spielmuster bei den leidenschaftlichen Genfern wieder ähnlich aus. Das Team von Chris McSorley investierte gegen das russische Topteam noch einmal viel und zeigte sich wieder effizient, wie schon im Gruppenspiel. Bereits das erste Powerplay nutzten die Genfer Adler: Juraj Simek gelang in der 7. Minute das 1:0. Es folgten drei weitere Tore nach demselben Muster: Denis Hollenstein (11.), Lennart Petrell (24.) und Kevin Romy (37.) verwerteten Abpraller beim nicht immer sicheren Moskauer Goalie Rastislav Stana.

Mayers Empfehlung für die Zukunft

Erst nach dem 0:4 gelang den Russen genau eine Minute vor der zweiten Pause durch Oleg Saprykin der Anschlusstreffer. Bis dahin waren sie stets am starken Robert Mayer, der gegenüber Stammtorhüter Tobias Stephan den Vorzug erhielt, im Tor der Servettiens gescheitert. Der Churer Mayer, der sonst bei den Hamilton Bulldogs in der AHL spielt, gab mit seiner soliden Leistung eine Visitenkarte ab, die ihn vielleicht früher oder später wieder zu den Genfern zurückbringen wird. Stephan wird ja am Ende der Saison seine Zelte in der Les-Vernets-Halle abbrechen, um diese in Zug wieder aufzustellen.

Ein sehenswerter Treffer von Alexander Frolow gleich zu Beginn des Schlussdrittels befeuerte die Aufholjagd der Moskauer, doch Servette konnte das 3:4 bis zur 57. Minute verhindern, dann traf Nikita Saizew mit einem genauen Schuss. Eine Minute vor Schluss gelang jedoch Kaspars Daugavins die Entscheidung ins leere Tor.

Der Appetit auf mehr

Das Publikum verabschiedete nach Spielschluss beide Teams mit einem herzhaften Applaus, allen vorab die Genfer Delegation. Servettes Captain Goran Bezina meinte gegenüber SRF, dass der Hunger nach Erfolgen noch nicht gestillt sei. «Das wird nicht unser letzter Titel sein. Wir werden versuchen, so weiterzumachen», versprach der Internationale. Servettes Boss Chris McSorley war glücklich über den Turniersieg, vergass aber nicht, dass im letzten Drittel der Erfolg nach der 4:0-Führung noch auf der Kippe stand. «In den ersten beiden Dritteln waren wir das bessere Team. Aber im letzten Abschnitt hat man gesehen, wozu dieses Moskau eigentlich fähig ist.»

Moskaus Trainer John Torchetti (USA) gratulierte fair dem überraschenden Turniersieger. «Wir verschliefen die ersten beiden Drittel. Aber wir gaben nie auf.» Der amerikanische Headcoach des KHL-Teams erinnerte daran, was für ein enormes Pensum seine Spieler in diesen Tagen zu absolvieren hätten. Das koste eben doch auch Kraft und Energie, deshalb hätten sie am Turnier auch solche Leistungsschwankungen gehabt.

Final 87. Spengler-Cup: ZSKA Moskau – Servette 3:5 (0:2, 1:2, 2:1) Vaillant Arena.- 6303 Zuschauer (ausverkauft). - SR: Massy (Sz), Patafie (USA)/Arm, Kohler. - Tore: 8. Simek (Picard/Ausschluss Grigorenko) 0:1. 11. Hollenstein (Romy) 0:2. 24. Petrell (Gerber) 0:3. 37. Romy (Vukovic) 0:4. 40. (39:00) Saprykin (Ogursow, Morosow) 1:4. 42. Frolow (Ausschluss Almond) 2:4. 57. Saizew (Frolow) 3:4. 60. (59:00) Daugavins (Lombardi, Bezina) 3:5 (ins leere Tor). - Strafen: 5 x 2 Minuten gegen ZSKA Moskau. 5 x 2 Minuten gegen Servette. ZSKA Moskau: Stana; Rylow, Mischarin; Saizew, Denissow; Jegorschew, Gimajew; Ogurzow; Radulow, Prochorkin, Grigorenko; Morosow, Filppula, Saprykin; F. Fedorow, Neprjajew, Ljubimow; Frolow, Fefelow, Scharkow; Nemirowski. Servette: Mayer; Kamerzin, Nordlund; Marti, Bezina; Stafford, Mercier; Vukovic; Jacquemet, Romy, Hollenstein; Simek, Almond, Picard; Pestoni, Lombardi, Daugavins; Gerber, Rivera, Petrell. Bemerkungen: 58. Timeout Servette. 60. Timeout ZSKA Moskau. ZSKA von 58:34 bis 59:00 und von 59:24 bis 60:00 ohne Goalie.

si/fal

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