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Nationalmannschaft bewahrt Viertelfinalchancen

Die Schweiz verliert gegen Schweden nach Penaltyschiessen 2:3 und braucht nun am Dienstag drei Punkte gegen Leader Tschechien.

Frühe Freude: NHL-Star Sven Andrighetto bejubelt seinen sehenswerten Führungstreffer für die Schweiz gegen Schweden ausgelassen.
Frühe Freude: NHL-Star Sven Andrighetto bejubelt seinen sehenswerten Führungstreffer für die Schweiz gegen Schweden ausgelassen.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Nach dem Ausgleich der Schweden im zweiten Drittel powern die Schweizer weiter und kommen im Schlussdrittel zum Führungstreffer. Torschütze Hollenstein (2.v.l.) dreht jubelnd ab.
Nach dem Ausgleich der Schweden im zweiten Drittel powern die Schweizer weiter und kommen im Schlussdrittel zum Führungstreffer. Torschütze Hollenstein (2.v.l.) dreht jubelnd ab.
Maxim Shipenkow
Bittere Niederlage nach Penaltys: Weil die Schweden zwei von vier Versuchen verwandeln und der Schweiz nur ein Treffer durch Niederreiter gelingt, gewinnen die Skandinavier den Zusatzpunkt. Die Schweiz muss weiter um die Qualifikation für die Viertelfinals zittern.
Bittere Niederlage nach Penaltys: Weil die Schweden zwei von vier Versuchen verwandeln und der Schweiz nur ein Treffer durch Niederreiter gelingt, gewinnen die Skandinavier den Zusatzpunkt. Die Schweiz muss weiter um die Qualifikation für die Viertelfinals zittern.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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Dank dem gewonnenen Punkt sind die Schweizer weiterhin Vierter der Moskauer Gruppe. Holen sie am Dienstag zum Abschluss der Vorrunde gegen Tschechien drei Punkte, erreichen sie mit Sicherheit die Runde der besten acht. Ansonsten sind sie auf Schützenhilfe angewiesen. Die fünftplatzierten Dänen haben gleich viele Punkte auf dem Konto wie die Schweizer, da sie am Sonntagnachmittag überraschend die zuvor ungeschlagenen Tschechen (2:1 n.P.) bezwungen hatten. Dänemark trifft noch auf Absteiger Kasachstan.

Im Penaltyschiessen traf für die Schweizer einzig Nino Niederreiter. Im zweiten Versuch scheiterte der Churer NHL-Stürmer dann allerdings. Besser machte es der Schwede Andre Burakovsky, der zweimal reüssierte.

Schweizer geben Führung doppelt preis

In der 45. Minute waren die Schweizer im Powerplay dank einem Ablenker von Denis Hollenstein mit 2:1 zum zweiten Mal in Führung gegangen. In der Folge konnten sie erneut in Überzahl spielen - während 17 Sekunden gar mit zwei Mann mehr. Doch statt das 3:1 zu erzielen, kassierte Walser eine Strafe. Dies rächte sich. Als die Schweden wieder komplett waren, schoss Gustav Nyqvist in der 51. Minute mit seinem siebten Tor an diesem Turnier den erneuten Ausgleich. Schon das 1:1 hatten die Skandinavier in Überzahl erziehlt. Während die Eisgenossen die Gegentreffer Nummer 8 und 9 im Boxplay an dieser WM kassierten, sind die Skandinavier nun bei neun Powerplay-Toren angelangt. Immerhin überstanden die Schweizer nach dem 2:2 eine 59 Sekunden dauernde doppelte Unterzahl.

Zur ersten Pause hatten die Schweizer nach einem beherzten Auftritt verdient vorne gelegen. Mit dem 1:0 waren sie gar schlecht bedient. Das Tor erzielte in der 19. Minute Sven Andrighetto, nachdem er von der Bande herrlich in den Slot gezogen war. Der Stürmer der Montreal Canadiens realisierte seinen zweiten Treffer und fünften Skorerpunkt an dieser WM. Bereits in der 15. Minute hätte er sein Team in Führung schiessen können, er traf jedoch nach einem schönen Pass von Denis Hollenstein an den langen Pfosten das offene Tor nicht. In der 6. Minute hatte Nino Niederreiter eine weitere Topchance vergeben. Die Schweizer liessen in den ersten 20 Minuten nur sechs Torschüsse der Schweden zu.

Zuviele Strafen im Schlussdrittel

Die dritte Strafe gegen die Schweiz im Mitteldrittel war dann eine zu viel. Nach einem gewonnenen Bully und einem Abpraller gelang Johan Sundström in der 32. Minute der Ausgleich. Die Schweizer liessen sich dadurch aber nicht beirren, vielmehr drückten sie auf die erneute Führung, allerdings vorerst ohne Erfolg.

Fischer und dessen Assistenten Felix Hollenstein und Reto von Arx hatten vor der Partie einmal mehr Umstellungen vorgenommen. So spielte Grégory Hofmann an Stelle von Denis Hollenstein an der Seite von Captain Andres Ambühl und Samuel Walser. Hollenstein bildete mit Andrighetto und Reto Schäppi eine Sturmlinie. Verteidiger Raphael Diaz stand den Schweizern wegen einer Schulterverletzung wie bereits gegen Russland (1:5) nicht zur Verfügung.

Schweden - Schweiz 3:2 (0:1, 1:0, 1:1, 0:0) n.P.

Moskau. – 10'002 Zuschauer. – SR Fonselius/Iverson (FIN/CAN), Nieminen/Ponomarjow (FIN/GER).Tore: 19. Andrighetto (Schneeberger) 0:1. 32. Sundström (Omark, Nyquist/Ausschluss Niederreiter) 1:1. 45. Hollenstein (Blum, Ambühl/Ausschluss Omark) 1:2. 51. Nyquist (Adam Larsson, Omark/Ausschluss Walser) 2:2.Penaltyschiessen: Burakovsky 1:0, Hollenstein - (scheitert); Klasen - (scheitert), Andrighetto - (darüber); Omark - (scheitert), Niederreiter 1:1; Niederreiter - (scheitert), Burakovsky 2:1.Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Schweden, 9mal 2 Minuten gegen die Schweiz.Schweden: Markström; Adam Larsson, Erik Gustafsson; Erik Gustafsson II, Lindholm; Nygren, Fantenberg; Jimmie Ericsson, Mikael Bäcklund, Omark; Gustav Nyguist, Wennberg, Klasen; Sundström, Rosen, Burakovsky; Norman, Sjögren, Lundberg; Cehlin, Ritola.Schweiz: Berra; Félicien Du Bois, Geering; Yannick Weber, Blum; Schneeberger, Grossmann; Marti; Niederreiter, Trachsler, Simon Moser; Ambühl, Walser, Grégory Hofmann; Andrighetto, Schäppi, Hollenstein; Marc Wieser, Walker, Dino Wieser; Martschini.Bemerkungen: Schweden ohne Fransson (verletzt), Schweiz ohne Robert Mayer (Ersatztorhüter), Diaz (verletzt), Gaetan Haas und Zurkirchen (beide überzählig). - Timeouts: Schweden (56.); Schweiz (48.). - Schüsse: Schweden 35 (6-17-8-4); Schweiz 29 (12-11-5-1). - Powerplay-Ausbeute: Schweden 2/8; Schweiz 1/7.

brz/jof

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