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«Hischier ist total bescheiden, das macht ihn zum Vorbild»

Fischer trainiert in Bern nicht nur ein besonders junges und talentiertes Team, sondern auch ein konkurrenzfähiges.

Patrick Fischer, Sie haben derzeit eine der jüngsten Schweizer Nationalmannschaften überhaupt zusammengezogen. Ist es gleichzeitig auch eine der talentiertesten, die es je gab?

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Wäre für einen Ernstkampf die Nomination dieser Mannschaft statt des etablierten Nationalteams reizvoll?

Wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, diesen Zusammenzug zu organisieren?

Sind Sie überrascht, dass fast keine Absage eintraf?

NHL- und AHL-Spieler werden Sie keine an die Olympischen Spiele nach Südkorea mitnehmen können. Um Jungstar Nico Hischier beispielsweise nominieren zu können, müssten Sie hoffen, dass er den Cut in seinem NHL-Team in New Jersey nicht schafft und in sein kanadisches Juniorenteam in Halifax zurückgeschickt wird.

Wie nehmen Sie Hischier wahr?

Und auf dem Eis?

Sie dürfen ihn hier in Bern trainieren. Vielleicht das erste und letzte Mal. Dann nämlich, wenn seine Profikarriere einen für ihn persönlich perfekten Verlauf nimmt.

Wie denken Sie über die Abwesenheit der NHL-Spieler bei Olympia?

Sie sprachen das Programm mit den vier Fixpunkten an. Wie werden Sie alles personell handhaben? Sie können kaum immer die gleichen Spieler aufbieten …

Machen die NLA-Clubs das mit, wenn Sie dieselben Akteure für Karjala-Cup, Spengler-Cup und Olympia aufbieten? Oder droht Widerstand? Gerade der Spengler-Cup ist für vereinzelte Clubs, was die Teilnahme ihrer Spieler angeht, immer noch ein rotes Tuch.

Bleibt die Spengler-Cup-Teilnahme des Nationalteams 2017 einmalig?

Sie haben hier in Bern rund 15 junge Spieler, die schon in Nordamerika gespielt haben, aber auch ein paar Spieler, die bislang «nur» in der Schweiz tätig waren. Ist ein Unterschied festzustellen?

Das Vorurteil, Schweizer Eishockeyspieler schiessen schlechter, ist trotzdem immer noch präsent. Michel Riesen, der heute als Skills- und Schusstrainer arbeitet, hat auch diese Sichtweise: Viele junge Schweizer sind aufgewachsen mit diesem Vorurteil und glauben es von klein auf. Dabei habe es junge Schweizer wie Dario Simion, die über keinen schlechteren Schuss verfügten als gute NHL-Skorer.

Wo ist die heutige Generation sonst voraus? Und hinkt sie in einzelnen Bereichen sogar hinterher?

Diese Entwicklung kommt von Nordamerika her und dürfte mit dem kleineren Eisfeld zu tun haben.

Mit Rang 6 gelang der Schweiz im Mai eine gute WM. Brachte dieses Abschneiden auch Ihnen persönlich Ruhe?

Die WM in Paris begann aber mit viel Anspannung zwischen Ihnen und den Medien.

Sie zogen aber mitten im Turnier eine «Trennlinie», beantworteten nicht mehr von allen Medienschaffenden Fragen.