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Goalie Nyffeler führt Schweizer Junioren zum Sieg

Die Schweiz schliesst die Vorrunde der U-20-Eishockey-WM in Malmö mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Finnland ab. Gegner im Viertelfinal ist Kanada.

Starke Leistung: Gegen Finnlands Junioren präsentierte sich Lions-Goalie Melvin Nyffeler in Hochform.
Starke Leistung: Gegen Finnlands Junioren präsentierte sich Lions-Goalie Melvin Nyffeler in Hochform.
Keystone

Da der 4. Gruppenrang bereits vor der Partie gegen die Finnen so gut wie sicher festgestanden hatte, ging es für die Schweizer in erster Linie darum, Selbstvertrauen für den Viertelfinal zu tanken. Dies gelang ihnen mit dem Sieg gegen die starken Nordeuropäer, die am Tag zuvor gegen Russland 4:1 gewonnen hatten. Für die Entscheidung im Penaltyschiessen sorgte der Davoser Verteidiger Claude Paschoud, der im zwölften Anlauf als Einziger traf. Goalie Melvin Nyffeler von der Lions-Organisation, der mit Spengler-Cup-Sieger Servette in Verbindung gebracht wird, hatte zuvor schon in der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung mit 37 Paraden brilliert.

Für die Schweizer Auswahl wären sogar drei Punkte möglich gewesen, lag sie doch bei Spielhälfte 3:1 vorne. Fabrice Herzog (27.) mit seinem dritten Tor an diesem Turnier und Nico Dünner (30.) hatten die Equipe von Headcoach Colin Muller innert knapp drei Minuten mit zwei Treffern in Führung gebracht. Der Zweitore-Vorsprung hielt allerdings nur gerade 40 Sekunden. Es war bereits der sechste Gegentreffer in Malmö kurz nach einem eigenen Tor. Bereits im ersten Drittel hatte es nur 44 Sekunden gedauert, ehe die Finnen das 1:0 von Flavio Schmutz (19.) ausglichen. Das 3:3 fiel zu Beginn des letzten Drittels.

Mut getankt

Nach dem erknorzten 3:2-Sieg gegen Norwegen am Vortag zeigten die Schweizer eine solide und - abgesehen von den zu vielen erhaltenen Strafen - disziplinierte Leistung. Sie profitierten jedoch auch vom schwachen finnischen Goalie Ville Husso, der nach dem 1:3 ausgewechselt wurde. Beim Tor von Flavio Schmutz liess er sich von einem harmlosen Abschluss erwischen, beim 1:2 des sich im Slot gut behauptenden Herzog brachte er den Puck nicht unter Kontrolle, und vor dem 1:3 wehrte er einen Schuss von Marco Müller ungenügend ab.

Die Finnen waren insgesamt die etwas bessere Mannschaft. Zudem hatten sie mit einem Pfostenschuss und einem aberkannten Treffer Pech. Allerdings hatten auch die Schweizer nach dem 3:3 einige gute Möglichkeiten zum Siegtreffer. So konnten sie ab der 45. Minute während 69 Sekunden mit zwei Mann mehr agieren und kamen dabei zu einigen guten Abschlüssen. In der 58. Minute vergab Kevin Fiala nach einer feinen Aktion aus nächster Distanz.

Der Sieg zum Abschluss der Vorrunde gibt der Schweiz im Hinblick auf den Viertelfinal gegen Kanada von Donnerstag um 17 Uhr sicherlich weiteren Auftrieb. Dort ist sie krasser Aussenseiter. Die Kanadier, mit 15 Titeln Rekordweltmeister auf dieser Stufe, erreichten bei den letzten 15 Turnieren immer mindestens die Halbfinals. Als sie in der Saison 1997/98 gegen Russland letztmals im Viertelfinal verloren hatten, holten die Schweizer in der Folge die Bronzemedaille. Es ist bislang der einzige Podestplatz an einer U-20-WM. Ein gutes Omen also.

Finnland - Schweiz 3:4 (1:1, 1:2, 1:0, 0:0) n. P. Malmö Arena. - 718 Zuschauer. - SR Papp/Piccott (Ka), Kosaka/Martineau (Jap/Ka). - Tore: 19. (18:50) Flavio Schmutz (Fiala) 0:1. 20. (19:34) Pokka (Lindell, Teravainen/Ausschluss Jecker) 1:1. 27. Herzog 1:2. 30. (29:49) Dünner (Marco Müller) 1:3. 31. (30:29) Mustonen (Ikonen Vainio) 2:3. 41. Maenalanen (Teravainen, Haapala) 3:3. - Penaltyschiessen: Zangger -, Mustonen -; Herzog -, Maenalanen -; Fiala -, Teravainen -; Teravainen -, Praplan -; Lindell - Fuchs -; Ikonen -, Paschoud 0:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Finnland, 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Schweiz: Nyffeler; Mirco Müller, Jecker; Baltisberger, Rathgeb; Rouiller, Kreis; Paschoud, Frick; Zangger, Fuchs, Herzog; Simion, Balmelli, Sieber; Fiala, Flavio Schmutz, Praplan; Julian Schmutz, Dünner, Marco Müller.

si/fal

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