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Ein Signal für den Schweizer Sport

Auch wenn bei der Eishockey-Nati die Enttäuschung über den verpassten WM-Titel noch überwiegt: Das Team von Sean Simpson hat Grossartiges geleistet. Dadurch erhält die gesamte Schweizer Sportbewegung Auftrieb.

Schwedische Hockey-Party in Stockholm: Der WM-Gastgeber schlägt die Schweiz im WM-Final verdient, aber zu hoch mit 5:1. Erstmals seit 1986 kann sich ein Turnierveranstalter wieder über WM-Gold freuen.
Schwedische Hockey-Party in Stockholm: Der WM-Gastgeber schlägt die Schweiz im WM-Final verdient, aber zu hoch mit 5:1. Erstmals seit 1986 kann sich ein Turnierveranstalter wieder über WM-Gold freuen.
Keystone
Die Enttäuschung beim Verlierer ist gross.
Die Enttäuschung beim Verlierer ist gross.
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Morris Trachsler im Nahkampf – am Ende hat es nicht sollen sein. Nach 9 Siegen verliert die Schweiz den zehnten Match. Ausgerechnet im Final kann das Team nicht seine beste Leistung abrufen. Allerdings: Die Schweden zeigen sich als starker, gut organisierter Gegner mit starken Individualisten.
Morris Trachsler im Nahkampf – am Ende hat es nicht sollen sein. Nach 9 Siegen verliert die Schweiz den zehnten Match. Ausgerechnet im Final kann das Team nicht seine beste Leistung abrufen. Allerdings: Die Schweden zeigen sich als starker, gut organisierter Gegner mit starken Individualisten.
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Gerade die enttäuschten Gesichter im Schweizer Lager nach der zu hohen 1:5-Finalniederlage gegen die Schweden zeigen, wie sehr diese Nati den Titel wollte. Die Männer um Trainer Sean Simpson haben sich auf ihrem Höhenflug in Stockholm nie genügsam gezeigt, sie haben WM-Gold angestrebt. Am Ende hat es den Schweizern nicht ganz gereicht. Sie sind an einem abgebrühten, starken Gegner gescheitert. Überdies erwischten die Aussenseiter ausgerechnet im grossen Finale nicht ihren besten Tag.

Erst in den kommenden Tagen wird den Spielern der Swiss Ice Hockey Federation bewusst werden, was sie eigentlich geleistet haben. Das WM-Silber ist ein verdienter Lohn für eine Mannschaft, welche mit Herz, Leidenschaft, Mut, Selbstvertrauen, Solidarität und Kreativität antrat und nicht nur die Fans im eigenen Land entzückte. Noch nie in der Geschichte des Eishockeys hat eine Schweizer Auswahl in einem wichtigenTurnier derart überzeugend gespielt wie jene an der WM 2013 in Stockholm. Coach Simpson, der ein grosses Verdienst am Exploit der Nati hat, sagte nach dem Turnier: «Die Schweiz kann stolz sein auf diese Mannschaft. Das ganze Schweizer Eishockey muss dieses Team in Zukunft als Vorbild nehmen.» Der Personalchef liegt mit dieser Einschätzung richtig. Das WM-Silber ist Ansporn und Verpflichtung zugleich. Jetzt darf nicht auf den Lorbeeren ausgeruht werden. Und neben dem Eis muss der Verband als auch die Liga versuchen, die Sympathiewelle gegenüber dem Eishockey punkto Marketing und Image auszunützen.

Die Schweizer Eishockey-Nati setzt mit ihren imponierenden Auftritten in Schwedens Kapitale auch Impulse für den gesamten Schweizer Sport. Das WM-Silber strömt eine motivierende Signalwirkung für die Elite, aber auch die grosse Nachwuchsbewegung in unserem Land aus.

Man darf sogar einen Schritt weitergehen: Die Schweiz darf sich von dieser mutigen, fleissigen, selbsstbewussten und optimistischen Eishockey-Nationalmannschaft ein gutes Stück abschneiden – im Alltag, in der Politik, in der Wirtschaft.

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