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Derby-Erfolge für Löwen und Tiger

In der 22. NLA-Runde gewann der ZSC in Kloten mit 3:2, während sich die SCL Tigers im Berner Derby gegen Biel klar 6:0 durchsetzten. Der HC Davos kam bei den Lakers zu einem 7:0-Kantersieg.

Meeting an der Bande: ZSC-Sputnik Krutow versucht Flieger Jenni mit einem Check zu stoppen.
Meeting an der Bande: ZSC-Sputnik Krutow versucht Flieger Jenni mit einem Check zu stoppen.
Keystone

Dank dem verdienten Auswärtserfolg bei den Flyers bleibt der Schweizer Meister aus Oerlikon an der Tabellenspitze der Eliteklasse.

Ronnie Rüegers Paraden

Im Schluefweg, pardon: in der Klotener Kolping-Arena, erarbeiteten sich die Löwen vor 6857 Besuchern vorab in den ersten beiden Dritteln ein klares Chancenplus. Die defensiv fehlerhaften Flyers hatten es ihrem Torhüter Ronnie Rüeger zu verdanken, dass sie nach 40 Minuten nur mit 1:2 zurücklagen. Der Nationalmannschafts-Goalie stoppte die solo anstürmenden Adi Wichser, Peter Sejna und Beat Forster bravourös und machte weitere Chancen des ZSC zunichte. Beim 35-Jährigen verhält es sich etwa so wie mit einer kostbaren Flasche Rotwein: Je älter diese ist, desto besser wird der Tropfen. Rüeger jedenfalls hielt seine Vorderleute im Match und bewies, dass er in dieser Verfassung ein sicherer Wert für die Landesauswahl ist.

Entgegen dem Spielverlauf brachte Roman Wick nach schöner Kombination die Gastgeber in Führung. Aber der starke Jan Alston mit einem präzisen Hocheckschuss und der ehemalige Klotener Severin Blindenbacher im Powerplay sorgten für die Wende zugunsten des Stadtklubs. Die Führung war auf Grund der Tormöglichkeiten und Spielanteile zweifellos verdient, auch wenn Kimmo Rintanen auf klägliche Weise einen Penalty, den Forster verschuldet hatte, verschoss (18.) und so die Flyers wieder hätte in Führung bringen können. Ari Sulander, der erstmals seit dem 2:7-Debakel in Lugano wieder das Goal der Lions hüten durfte, musste nicht einmal gross eingreifen.

Der Treffer von Ex-Flieger Pittis

Nachdem die Qualität des 146. Zürcher Derbys im mittleren Abschnitt beträchtlich gesunken war, wussten sich beide Mannschaften aus Zürich Nord im letzten Drittel zu steigern. Als Domenico Pittis, dessen Abgang mitten in der letzten Saison von Klotens Anhang noch immer für Unmut sorgt, kaltblütig das 3:1 erzielte (51.), schien die Entscheidung gefallen. Doch Manuel Linigers Abstaubertor (54.) brachte die Spannung zurück. Die Gäste trotzten aber dem letzten Ansturm der Flieger, die an diesem Abend viel zu spät erwachten.

Damit gelang dem ZSC die Revanche für die 3:4-Niederlage im Hallenstadion am 7. Oktober. Bei den Flyers enttäuschte nicht nur der erste Block. Trainer und Spieler müssen vor allem im Powerplay dringend über die Bücher. In Phasen nummerischer Überlegenheit sind die Klotener harmlos – wie so oft in der Vergangenheit.

Lions-Trainer Sean Simpson dagegen war sehr zufrieden: „Das war unser bestes Spiel in dieser Meisterschaft.“ Der Auftritt sei vergleichbar gewesen mit jenem in Linköping in der Champions Hockey League. Einzig die Chancenauswertung müsse noch besser werden, meinte der Headcoach. Ansonsten sei sein Team äusserst solid aufgetreten.

Eine klare Sache für die Langnauer

Die SCL Tigers (7.) krallen sich in den Playoffrängen fest. Gegen den EHC Biel (9.) geriet ihr 6:0-Sieg nie in Gefahr. Die Reserve auf Platz 9 beträgt nun bereits neun Punkte.

Langnau dominierte das Derby in der erstmals diese Saison ausverkauften Ilfishalle von Anfang an und führte bereits nach 14 Minuten 2:0. Mit drei Powerplaytoren zogen sie in der Folge auf 5:0 davon. Matthias Schoder kam zum zweiten Shutout in dieser Saison (24 Paraden); er parierte sogar einen Penalty von Eric Himelfarb (47.). Die Emmentaler agierten stilsicher und revanchierten sich so eindrücklich für die Blamage im letzten Direktduell, als sie in Biel bis 35 Sekunden vor Schluss 4:2 führten und noch 4:5 nach Verlängerung verloren.

Auf Goals von Schweizer Spielern und auf der wiedergefundenen Heimstärke (10 Punkte aus den letzten 4 Heimspielen) basiert Langnaus aktuelle Erfolgssträhne. Die Emmentaler eroberten in den letzten acht Partien 19 Punkte. Von den letzten 32 Toren gingen bloss sechs auf die Konten der vier Söldner. Gegen Biel erzielten Mathias Joggi (2) und Simon Moser die wegweisenden ersten drei Tore. Zudem gelang in der 42. Minute dem Österreicher Oliver Setzinger der erste Treffer seit zehn Spielen.

Lakers: Desolat und naiv

Im Kampf um den Anschluss an die übrigen Top-8-Kandidaten hat Rapperswil-Jona einen erheblichen Rückschlag erlitten. Das 0:7 gegen Davos verursachten die St. Galler mit einer desolat naiven Spielweise.

Innerhalb von acht Minuten zerlegten die Bündner ihren überforderten Kontrahenten regelrecht. Sykora, der am Ende drei Treffer vorzuweisen hatte, Della Rossa und Reto von Arx erhöhten auf 4:0. Nicht einmal eine Beschönigung des Verdikts kam in Frage. Stattdessen weitete ausgerechnet Michel Riesen, der künftige Lakers- Stürmer, die deutliche Niederlage mit einer Doublette zum Debakel aus.

Obschon die Statistiker den Einheimischen eine 12:9-Schussbilanz bescheinigten, gewann der HCD das zweite Drittel 5:0. Der Aktivismus der Rapperswiler trügte. Sie blockierten sich mit unzähligen Scheibenverlusten selber. Und mit unpräzisen Pässen offerierten sie Davos reihenweise Gegenstösse. Vier der ersten sechs Tore schossen die Gäste nach Kontern.

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