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Der Erfolg der rebellierenden Eishockey-Frauen

Rechtzeitig zum WM-Start in Plymouth, Michigan, konnte der Boykott der US-Spielerinnen abgewendet werden.

Erleichterung für das US-Team, das vor einem Jahr den WM-Titel holte: Im Bild bejubeln Jocelyne Lamoureux-Davidson (17) und Alex Carpenter das siegbringende 1:0 gegen Kanada in der Verlängerung.
Erleichterung für das US-Team, das vor einem Jahr den WM-Titel holte: Im Bild bejubeln Jocelyne Lamoureux-Davidson (17) und Alex Carpenter das siegbringende 1:0 gegen Kanada in der Verlängerung.
Keystone

Die Amerikanerinnen, Titelverteidigerinnen an der am Freitag beginnenden WM, beendeten den Salärstreit mit ihrem Verband. Sie unterzeichneten einen Vierjahres-Vertrag und werden neu weit über die bisherige sechsmonatige Olympia-Vorbereitungszeit hinaus entschädigt. «Es gab Kompromisse auf beiden Seiten», erklärte Stürmerin Jocelyne Lamoureux-Davidson in einem Telefoninterview, «der Vertrag als Ganzes wird das Leben der aktuellen Spielerinnen verändern und auch dasjenige der nächsten Generation.»

US-Lohn: bis zu 129 000 Dollar

Vor dem neuen Vertrag sollen die Spielerinnen gemäss eigener Aussagen rund 1000 Dollar pro Monat erhalten haben, künftig dürften es 3000 bis 4000 sein. Erhöht wurden auch die Beiträge vom nationalen olympischen Komitee: Ein jährliches Maximum von 70'000 Dollar soll nun möglich sein, im Falle von Gold in Südkorea würde das Total im nächsten Jahr sogar auf 129'000 Dollar ansteigen. Zusätzlich können die Spielerinnen, wie die Männer, neu Business Class fliegen und erhalten den von ihnen geforderten Versicherungsschutz – alles in allem Bedingungen, von denen die Schweizer Amateurinnen nur träumen können.

Schweizerinnen starten gegen Tschechinnen

Sechs Wochen nach erfolgreich absolvierter Olympiaqualifikation heisst der Auftaktgegner für das Team von Daniela Diaz wie beim 4:1 im entscheidenden Spiel in Arosa Tschechien. Die weiteren Vorrundengegner sind Schweden und Deutschland. Die Schweizerinnen müssen in der Gruppe B eine der beiden ersten Positionen erreichen und können dann gegen die Top-Nationen um eine Medaille spielen. Die beiden Gruppenletzten ermitteln in einem Playout (best of 3) den Absteiger. «Unser erstes Ziel bleibt der Ligaerhalt», sagt Diaz.

Die Zugerin kann personell aus dem Vollen schöpfen, von den Stammkräften fehlt einzig Stürmerin Nina Waidacher vom Aroser Schwesterntrio, die im ersten Training eine Verletzung erlitt. Die grössten Erwartungen ruhen auf der Topskorerin, der Luzernerin Lara Stalder. In den Testspielen gegen eine College-Auswahl und gegen Russland resultierten ein 11:1 und ein 4:0, Stalder gelangen dabei 11 Skorerpunkte (5 Tore/6 Assists). Torhüterin Florence Schelling wurde gegen Russland von einem Stock gegen den Hals niedergestreckt, konnte aber nach kurzer Pflege zu Ende spielen und liess sich einen Shutout notieren.

Schon am Freitag kommt es zum Schlager zwischen Kanada und den USA – den beiden Nationen, die sämtliche WM-Titel unter sich ausmachten. In der Gruppe A spielen die USA, Kanada, Finnland und Russland. Die WM endet am 7. April

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