Zum Hauptinhalt springen

Zweiter Schädel für Van Wolfswinkel

Ricky van Wolfswinkel trainiert nun mit einem Helm. Nach seinem Eingriff am Gehirn darf der Stürmer mit diesem sogar wieder mitten ins Getümmel.

Die helle Freude am neuen Kopfschutz: Valentin Stocker hebt die Daumen, Ricky van Wolfswinkel zeigt auf seinen Helm.
Die helle Freude am neuen Kopfschutz: Valentin Stocker hebt die Daumen, Ricky van Wolfswinkel zeigt auf seinen Helm.
Andy Müller/Freshfocus

Wer in jungen Jahren mal auf dem Moped sass, der weiss, wie sich das anfühlt. Man empfindet den Helm beengend und weil er obligatorisch ist, ist er ohnehin störend. Schliesslich rebelliert man in dieser Phase gegen alle Gewalten, die einem das Leben schwer machen. Also schiebt man den Helm so nach oben, dass das ganze Gesicht davon befreit ist. So auf einem motorisierten Gefährt zu fahren, ist verboten, und selbstverständlich empfiehlt diese Zeitung, den Helm immer korrekt zu tragen.

Aber auf dem Fussballplatz, da geht das. Und so hat Ricky Van Wolfswinkel auf dem Trainingsplatz in Marbella seinen Helm nach oben geschoben, auf das Tor geschaut, dann geschossen – und getroffen. «Ich brauchte einfach Luft!», sagt er, nachdem er das ganze Training den Helm getragen hat und den verschwitzten, schwarzen Schutz präsentiert.

Seit diesem Dienstag trägt er den Kopfschutz. Im August hatte der holländische Stürmer des FC Basel eine Gehirnerschütterung erlitten, danach entdeckten die Ärzte im Gehirn einen Fehler bei einem Blutgefäss. Der 30-Jährige wurde operiert und darf inzwischen zwar wieder mit der Mannschaft trainieren, aber keine Duelle bestreiten oder Kopfbälle spielen.

Bisher nahm er am Training am Rande Teil. Immer war er der, der die Bälle ganz aussen an der Linie bekam und sie wieder zurückspielte. Jetzt, da er den Helm hat, wagt er sich ins Getümmel im Zentrum. Er müsse sich noch an den Helm gewohnen, sagt Van Wolfswinkel. Aber er schützt ihn, wenn er doch einmal einen Ball an den Kopf bekommen sollte. Bis zu 70 Prozent eines Aufpralls soll der Helm abfangen.

Den Helm produziert eine amerikanische Firma. Ihre Produkte verwendet auch die Armee oder die Industrie. Oder Athletinnen und Athleten in verschiedenen Sportarten. Der Name der Firma heisst übersetzt: «Zweiter Schädel».

----------

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

Hier finden Sie alle Folgen an einem Ort.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch