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Zurück in der Erfolgsspur

Der Schweizer Trainer René Weiler darf nach turbulenten Zeiten mit dem 1. FC Nürnberg wieder vom Aufstieg in die erste Bundesliga träumen.

Hat das Lachen wiedergefunden: Nürnbergs Trainer René Weiler.
Hat das Lachen wiedergefunden: Nürnbergs Trainer René Weiler.
Keystone

Der Winterthurer Trainer René Weiler, der ehemalige Erfolgscoach des FC Aarau, erlebt mit dem 1. FC Nürnberg in dieser Saison ein Wechselbad der Gefühle. Nach der 3:6-Niederlage zum Saisonstart am 27. Juli bei Absteiger SC Freiburg wurde die Mannschaft bei der Rückfahrt auf einer Autobahnraststätte von den aufgebrachten Nürnberger Ultras sogar zu einer Aussprache gezwungen.

Mittlerweile ist beim deutschen Traditionsclub wieder Ruhe eingekehrt. Weilers Team hat sich aufgefangen und feierte in den letzten beiden Spielen mit zwei Siegen die Rückkehr in die Erfolgsspur. Dem 2:1-Heimsieg gegen Braunschweig folgte jetzt das 4:0 beim FC St. Pauli, der auf dem dritten Tabellenrang liegt. Der Auswärtssieg am ausverkauften Millerntor vor 29'000 Zuschauern ist als Sensation zu werten, weil mit dem nun wahrlich niemand gerechnet hatte.

«Man gewinnt nicht alle Tage auswärts mit 4:0»

Nürnberg hat sich mittlerweile auf den sechsten Tabellenrang vorgearbeitet, weist mit 24 Zählern lediglich noch einen Punkt Rückstand auf Sandhausen und Braunschweig und sowie zwei Zähler auf den FC St. Pauli aus. Sogar Leader Freiburg (32) und Leipzig (29) liegen für Nürnberg wieder in Reichweite.

Man gewinne nicht alle Tage auswärts mit 4:0 und auch nicht beim FC St. Pauli, erklärte Weiler nach dem Spiel den Medien. «Wir waren sehr effizient. Zudem haben wir die Tore zu guten Zeitpunkten erzielt, gerade das 2:0 vor der Halbzeit und der dritte Treffer kurz nach der Pause. Die Mannschaft hat heute gut gegen den Ball verteidigt und auch kollektiv überzeugt. Dadurch haben wir uns den Sieg verdient.»

Das Lob des gegnerischen Trainers

Ewald Lienen, der Trainer des FC St. Pauli, erwies sich als fairer Verlierer und zollte dem Gegner den grössten Respekt. Nürnberg habe in den letzten Wochen oft unentschieden gespielt, aber auch von den vergangenen zehn Partien nur eine verloren. «Sie verfügen über eine hohe Qualität bei Kontern. Deshalb war der Plan, selbst kompakt zu stehen und Nürnberg am Fussballspielen zu hindern. Das war durch das erste Gegentor konterkariert. Dann haben wir die Qualität und Effektivität der Nürnberger gesehen. Wir haben uns zwar Chancen erspielt, diese aber leider nicht in Tore umgesetzt.»

Nürnbergs Torjäger Niclas Füllkrug, der mit seinen beiden ersten Toren für eine Vorentscheidung gesorgt hatte, erklärte, die Mannschaft habe sich vorgenommen, auch das zweite Spiel in Folge zu gewinnen. «Unsere Chancenverwertung war sehr gut. Auch bei mir sind die Dinger heute reingegangen. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet und relativ wenig zugelassen, und auf der anderen Seite waren unsere Konter sehr gefährlich. Der Sieg sei wichtig für das Selbstvertrauen gewesen.

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