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Zehnter Cupfinal für den FCZ

Überraschung im Wallis: Der FC Zürich besiegt den FC Sion gleich mit 3:0 und steht im Cupfinal. Dort treffen sie im heimischen Letzigrund auf Lugano.

Geschafft: Die FCZ-Spieler gratulieren sich gegenseitig zum Einzug in den Cupfinal.
Geschafft: Die FCZ-Spieler gratulieren sich gegenseitig zum Einzug in den Cupfinal.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Jubel nach dem 1:0: De Freitas Ribeiro (rechts) feiert mit Torschütze Alexander Kerzhakov den frühen Führungstreffer.
Jubel nach dem 1:0: De Freitas Ribeiro (rechts) feiert mit Torschütze Alexander Kerzhakov den frühen Führungstreffer.
Laurent Gillieron, Keystone
Kläglich:Sions Theofanis Gekas (links) vergibt einen Penalty.
Kläglich:Sions Theofanis Gekas (links) vergibt einen Penalty.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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Der FCZ war im Tourbillon gegenüber den letzten Auftritten in der Super League kaum wiederzuerkennen. Defensiv solid wie zuletzt, aber zudem kaltschnäuzig in der Offensive wie lange nicht mehr. Gefeierter Mann bei den Zürchern war Alexander Kerschakow, der in der ersten Halbzeit zweimal einnetzte (10./43. Minute). Der 3:0-Sieg hätte in der Schlussphase gar noch höher ausfallen können. Beim arg dezimierten FC Sion passte ins Bild, dass Theofanis Gekas eine Viertelstunde vor Schluss einen Penalty in den Nachthimmel schoss und in der 86. Minute alleine vor FCZ-Keeper Anthony Favre scheiterte.

Viele Absenzen bei Sion

Nicht weniger als elf Spieler figurierten beim FC Sion auf der Absenzenliste, darunter mit Moussa Konaté, Carlitos, Veroljub Salatic, Léo Lacroix und Reto Ziegler die Schlüsselspieler auf fast allen Positionen. Der krisengeschüttelte FCZ machte sich dies zunutze und machte im Tourbillon den Finaleinzug mit einem überraschend souveränen Sieg perfekt.

Wie schon im Viertelfinal bei den Young Boys (3:1) gelang es den Zürchern, die negativen Erlebnisse aus der Meisterschaft auszublenden. Plötzlich präsentierte sich der Vorletzte der Super League in der Offensive effizient, plötzlich hatten die Angriffe nach zuvor zwei torlosen Super-League-Partien die nötige Durchschlagskraft.

FCZ steht souverän

Trainer Sami Hyypiä schickte seine Schützlinge wie angekündigt mit einem defensiven System aufs Feld. Wie erhofft ging das diesmal nicht auf Kosten der Offensive. Bei gegnerischem Ballbesitz bildeten die fünf angestammten Verteidiger eine Fünferkette, bei eigenem rückten Philippe Koch und Vinicius auf den Aussenbahnen nach vorne. Die Taktik ging auf. So liessen die Gäste in der ersten Halbzeit nur einen gefährlichen Kopfball von Vilmos Vanczak nach einem Freistoss zu, den dieser aber in die Hände von FCZ-Schlussmann Anthony Favre spedierte (37.). Und nach der Pause hatte der FCZ die (harmlose) Sittener Offensive so lange im Griff, bis die Zeit für die Gastgeber nach Oliver Buffs 3:0 (50.) zu knapp wurde, um eine wundersame Wende zu schaffen.

Kerschakow kaltschnäuzig

Das Duell der Altmeister ging doch eher unverhofft an Kerschakow. Der 33-jährige Russe schlug in der ersten Hälfte zweimal zu und demonstrierte dabei jene Kaltschnäuzigkeit, die er seit seinem Transfer im Winter bisher viel zu selten zeigen konnte. Nach zehn Minuten drang er nach einer Serie von Prellbällen und Kopfballduellen ein erstes Mal in den Strafraum ein und bezwang Sions Keeper Andris Vanins sogleich. Kurz vor der Pause profitierte er nach einem Corner von einer ungeschickten Rettungsaktion Pa Modou und traf aus spitzem Winkel volley zum 2:0.

Auf Sions Seite konnte sich Theofanis Gekas (35) in der massierten FCZ-Abwehr nicht entfalten. Der Grieche, der in den letzten zwei Spielen viermal getroffen hatte, kam lange zu keiner Offensivaktion. Als die Vorentscheidung gefallen war, scheiterte er zweimal kläglich. Nur weil Burim Kukeli und der eingewechselte Moussa Koné in den Schlussminuten vor Andris Vanins ebenfalls fahrlässig agierten, fiel der Zürcher Sieg nicht noch höher aus.

Mit einem Sieg im Letzigrund am 29. Mai gegen Lugano kann er sich der FCZ unverhofft doch noch für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren.

Sion - FC Zürich 0:3 (0:2)

9800 Zuschauer. – SR Jaccottet. – Tore:10. Kerschakow (Buff) 0:1. 43. Kerschakow 0:2. 50. Buff (Vinicius) 0:3.

Sion: Vanins; Rüfli, Vanczak, Zverotic, Pa Modou; Follonier (56. Sierro), Fernandes, Ndoye (61. Itaperuna), Zeman (70. Karlen); Assifuah, Gekas.

Zürich: Favre; Koch, Brunner, Sanchez, Kecojevic, Vinicius; Grgic, Yapi (92. Dominguez), Kukeli, Buff (81. Chiumiento); Kerschakow (87. Koné).

Bemerkungen: Sion ohne Salatic (gesperrt), Lacroix (gesperrt/verletzt), Ziegler, Konaté, Kouassi, Voser, Adao, Carlitos, Cmelik, Mboyo und Bia (alle verletzt). Zürich ohne Alesevic, Kleiber, Etoundi, Bua, Schönbächler (alle verletzt) und Nef (krank). 74. Gekas schiesst Foulpenalty über die Latte. Verwarnungen: 8. Kecojevic (Foul), 14. Rüfli (Foul), 27. Pa Modou (Foul), 66. Itaperuna (Unsportlichkeit), 70. Assifuah (Foul), 76. Brunner (Unsportlichkeit), 86. Karlen (Foul).

SDA/fae

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