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Effizientes YB kommt zum 8. Sieg im 8. Spiel

Der Meister zieht an der Spitze einsame Kreise: YB gewinnt gegen ein harmloses St. Gallen souverän 2:0. Auch Xamax mit Heimsieg.

Kopfball ins Glück: Nicolas Moumi Ngamaleu erzielt das 2:0 für seine Farben.
Kopfball ins Glück: Nicolas Moumi Ngamaleu erzielt das 2:0 für seine Farben.
Claudio de Capitani (freshfocus)
Auf Augenhöhe: St. Gallen ist spielerisch ebenbürtig, verliert aber die entscheidenden Duelle.
Auf Augenhöhe: St. Gallen ist spielerisch ebenbürtig, verliert aber die entscheidenden Duelle.
Patrick Huerlimann, Keystone
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Mit dem 2:0 nach rund einer halben Stunde war die Vorentscheidung gefallen. Die Tore glichen sich. Beide Male konnte St. Gallens Goalie Dejan Stojanovic einen Ball auf der Linie nicht blockieren respektive wegschlagen. Auf diese Weise hatten Jean-Pierre Nsame und Nicolas Moumi Ngamaleu leichtes Spiel, um abzustauben. Stojanovic war indessen kaum ein Vorwurf zu machen. Ausserdem verhinderte er mit einer Reihe sehr guter Interventionen eine klare Niederlage. So klärte er zweimal hervorragend gegen den allein auf ihn zulaufenden Roger Assalé.

Die neun Tore der Young Boys aus dem 7:1 gegen Basel und dem 2:0 gegen St. Gallen wurden von neun verschiedenen Spielern erzielt. Das spricht erneut für die Breite, die Ausgeglichenheit und die derzeit in der Schweiz einzigartige Stärke des Meisterkaders. In nunmehr fünf von acht Meisterschaftsspielen liessen die Berner kein Gegentor zu.

YB im Schongang zum Sieg

Obwohl Kevin Mbabu und Djibril Sow verletzungshalber ausfielen, liess YB-Trainer Gerardo Seoane den Match ohne die drei weiteren Spitzenkräfte Sékou Sanogo, Miralem Sulejmani und Guillaume Hoarau beginnen. Von den drei Schlüsselspielern wurde nur Sulejmani - kurz vor Schluss - eingewechselt. Auch den jungen Innenverteidiger Ali Camara, der zuletzt überzeugt hatte, liess Seoane auf der Bank. Unter den zahlreichen Änderungen litt die Gesamtleistung der Mannschaft im Vergleich zum jüngsten Match gegen Basel (7:1) nicht stark. Sie war jedenfalls noch so gut, dass St. Gallen nie in die Nähe eines Punktgewinns kam.

St. Gallens Trainer Peter Zeidler gab in der Offensive dem jungen Alessandro Kräuchi, der zum Debüt in der Super League kam, und dem noch wenig eingesetzten Kekuta Manneh anstelle von Romano Buess respektive Derek Kutesa Spielzeit. Die Ostschweizer spielten gut mit und kamen schon in der ersten Halbzeit zu guten Chancen durch Nassim Ben Khalifa und Yannis Tafer, der die Aussenseite des Pfostens traf. Im Unterschied zu den Baslern am letzten Sonntag konnten die St. Galler den Match nach dem frühen Rückstand wenigstens eine Zeitlang dominieren. Die Mehrzahl guter Chancen hatten indessen in der ganzen Partie die Berner.

Für die Schlussphase schwächten sich die St. Galler selbst. Nach 74 Minuten verhinderte Verteidiger Milan Vilotic mit einem Hands mit ausgestrecktem Arm, dass Roger Assalé allein auf das Tor ziehen konnte. Schiedsrichter Nikolaj Hänni hatte keine andere Wahl, als Vilotic mit Rot vom Platz zu stellen.

Xamax nach fünf Niederlagen wieder mal Sieger

Die in den letzten Wochen immer öfter gestellte Frage, nach der Super-League-Tauglichkeit von Neuchâtel Xamax, ist bis auf Weiteres vom Tisch. Nach fünf Niederlagen in Serie mit einem Torverhältnis von 6:19 und zum Teil katastrophalen Vorstellungen fingen sich die Neuenburger. Sie sind mindestens für 24 Stunden sogar den letzten Tabellenplatz los, den sie an den FC Sion abgaben. Die Walliser spielen ihre Partie der 8. Runde am Donnerstagabend gegen den FC Zürich.

Vor nur etwas mehr als 3000 Zuschauern verdiente sich Xamax den ersten Heimsieg in der Super League seit fast sieben Jahren in der ersten Halbzeit. Neben der Aktion, die in der 8. Minute zum 1:0 von Samir Ramizi führte, erspielte sich das engagierte Team von Michel Decastel bis zur Pause drei, vier weitere sehr gute Torchancen. Danach war das Spiel von Xamax vom Kampf geprägt und einem Flachschuss von Raphaël Nuzzolo, der in der 70. Minute das 2:0 brachte.

Lugano schaffte den Anschlusstreffer durch Alexander Gerndt erst in der 92. Minute, kurz nachdem Matchwinner Nuzzolo den Platz verlassen hatte. Der 35-jährige Nuzzolo, der das 1:0 vorbereitet hatte, weist nach acht Runden vier Tore und vier Assists auf. Damit war er an acht der elf Xamax-Toren in dieser Saison direkt beteiligt.

Telegramme:

Young Boys - St. Gallen 2:0 (2:0)

22'250 Zuschauer - SR HänniTore: 5. Nsame (Assalé) 1:0. 31. Moumi Ngamaleu (Fassnacht) 2:0.Young Boys: Von Ballmoos; Schick (81. Seydoux), Lauper, Von Bergen, Benito; Fassnacht (76. Garcia), Aebischer, Bertone, Moumi Ngamaleu (83. Sulejmani); Nsame, Assalé.St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Vilotic, Mosevich, Wittwer; Sierro, Quintilla, Tafer; Kräuchi (46. Kutesa), Ben Khalifa (76. Bakayoko), Manneh (62. Buess).Bemerkungen: Young Boys ohne Mbabu, Sow, Wüthrich, Lotomba und Teixeira (alle verletzt). St. Gallen ohne Itten, Lüchinger, Muheim (alle verletzt), Koch (rekonvaleszent), Barnetta und Wiss (beide nicht im Aufgebot). Super-League-Debüts von Leo Seydoux und Alessandro Kräuchi. 35. Schuss von Tafer an die Aussenseite des Pfostens. 74. Rote Karte gegen Vilotic (Notbremse-Hands). Verwarnungen: 38. Schick (Foul), 39. Quintilla (Foul).

Neuchâtel Xamax - Lugano 2:1 (1:0)

3004 Zuschauer. - SR FähndrichTore: 8. Ramizi (Nuzzolo) 1:0. 70. Nuzzolo (Veloso) 2:0. 92. Gerndt (Covilo) 2:1.

SDA/ll

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