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YB verspielt Führung, GC vor der Rettung

Auch unter dem neuen Trainerduo werden die Berner ihr Verlierer-Image nicht los. Zuhause vergaben sie gegen GC eine Zweitoreführung und mussten sich mit einem 2:2 begnügen.

YB erlebte eines dieser Spiele, die in der Hauptstadt unter dem Begriff «veryoungboyst» laufen. 2:0 führten die Gastgeber nach einer Stunde, am Ende gab es nur einen Punkt und das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg. YB fiel damit hinter Sion zurück, das in der Tabelle Platz 3 belegt.

Allerdings muss auch festgehalten werden, dass beim ersten Zürcher Treffer ein Makel anhaftete. In der 82. Minute schoss Innocent Emeghara aufs Tor, sein Ball wurde vom deutlich im Offside stehenden Vincenzo Rennella noch zum 2:1 abgelenkt. Die vehementen YB-Proteste brachten Goalie Marco Wölfli lediglich eine Verwarnung von Schiedsrichter Jaccottet ein. Beim Ausgleich in der 88. Minute faustete Wölfli ein Schuss von Rennella direkt in die Füsse von Emeghara, der den Ball kaltblütig über den Nationaltorhüter hob. Das Team von Ciriaco Sforza hat mit dem Remis in Bern einen weiteren wichtigen Punkt im Abstiegskampf geholt.

Farnerud vom Passgeber zum Buhmann

Dass die Hoppers in der Schlussphase noch zu Vorteilen kamen, war dem Umstand zu verdanken, dass YB ab der 80. Minute mit einem Mann weniger auskommen musste. Alexander Farnerud hatte Rennella den Ellbogen in den Rücken gestossen – eine klare Tätlichkeit des Schweden, der davor als Passgeber brilliert hatte. Sowohl beim 1:0 von Henri Bienvenu (23.) als auch beim 2:0 von Ammar Jemal nach einem Eckball (60.) kam das Zuspiel von Farnerud. Mit seiner Unbeherrschtheit brachte sich der Mittelfeldspieler selbst um die Früchte seines Erfolgs, auch wenn Rennella in dieser Situation ebenfalls eine gelbe Karte verdient gehabt hätte, weil er seinem Gegenspieler ins Gesicht fasste.

Etwas glückhaft war das 1:0 für YB gefallen. GC-Verteidiger Kay Voser musste sich verletzt am Spielfeldrand pflegen lassen und liess damit die GC-Abwehr dezimiert zurück, wovon Bienvenu mit seinem 13. Saisontreffer profitierte. In der Schlussphase verliess das Glück die Berner aber wieder. Auch mit dem Interims-Trainerduo Erminio Piserchia/Thomas Häberli muss YB drei Runden vor Schluss der Axpo-Super-League-Saison noch um den Platz im Europacup zittern.

si/fal

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