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YB stoppt das Solo des FC Basel

Die Young Boys fügten Leader FC Basel die zweite Saisonniederlage zu (2:1). In der zweiten Samstagspartie der 10. Runde der Super League trennten sich Aarau und Sion 1:1.

Coup von YB in Basel: Der Berner Baykal setzt sich gegen Gelabert durch.
Coup von YB in Basel: Der Berner Baykal setzt sich gegen Gelabert durch.
Keystone

Ein sehenswerter Freistosstreffer von Bastida reichte den Aarauern fast zum dreifachen Punktgewinn. Aber in der Nachspielzeit glich Dominguez mit einem ebenso herrlichen Seitfallschuss für die Sittener aus. Aarau verpasste es, mit dem fünften Saisonsieg vorübergehend zum zweitplatzierten FC Zürich aufzuschliessen.

Der FCZ empfängt am Sonntag Neuchâtel Xamax und kann mit einem Sieg bis auf zwei Punkte an die Basler heranrücken.

Alleingang des FCB unterbunden

YB verhindert dank dem 2:1 in Basel einen Alleingang des Leaders. Bastians und Häberli ermöglichten den unglaublich effizienten Gästen bis zur 70. Minute eine 2:0-Führung. Mehr als der Treffer Gelaberts gelang dem wild anstürmenden FCB nicht mehr.

Nach einem miserablen Start zur Saison und einem Trainerwechsel kommen die Young Boys immer besser in Fahrt. Mit einer cleveren Darbietung sicherten sie sich den ersten Meisterschaftssieg in Basel seit dem 27. November 1994. Die Bebbi hingegen beklagten im Championat die erste Heimniederlage seit dem 0:1 gegen Xamax am Ende der Vorrunde der letzten Saison.

Spätestens nach dem 2:0 von Thomas Häberli, der zuvor in fünf Spielen nicht getroffen hatte, zeichnete sich für Basel ein ungemütliches Nachmittagsende ab. Einmal mehr war Regazzoni am Flügel nicht zu stoppen und die unbewegliche FCB-Abwehr abermals ausgespielt. Sechs Minuten später verhinderte Basels Keeper Costanzo mit einer brillanten Parade einen zweiten Treffer Häberlis in extremis.

Mit einer Standardsituation verschaffte sich YB in einer mehrheitlich ereignislosen ersten Halbzeit den Vorteil. Ghezal gewann nach einem Freisstoss Baykals gegen Abraham das Luftduell der Abwehrchefs. Die Kopfballvorlage schob der Deutsche Felix Bastians problemlos über die Linie. Die ausgespielten Bebbi beklagten vergeblich eine angebliche Offside-Position des Berner Torschützen.

Varela sorgte für Emotionen

Die Reaktion auf die für Basel ungewohnte Rücklage im eigenen Stadion erfolgte mit Verspätung, dafür umso heftiger. Mit Wucht und Tempo drängte der FCB die Berner zurück. Weil den Bebbi in ihren wilden Angriffsbemühungen die Präzision fehlte, boten sie den Gästen Raum zum Gegenschlag. YB geriet zwar unter Druck, aber dennoch nie ausser Atem. Mehr als das 1:2 von Gelabert liess Vladimir Petkovics Team in der allgemeinden Hektik nicht mehr zu.

Für Emotionen der speziellen Art war einmal mehr Carlos Varela besorgt. Der «Agent Provocateur» der Schweizer Fussballszene trieb das Publikum und Basler Spieler zur Weissglut. Zu reden gab insbesondere sein dümmliches Foul gegen Basels Verteidiger Ferati. Gegen eine weitere rote Karte hätte sich der YB-Flügel nicht beschweren dürfen. Stattdessen drehte der Ex-Basler am Ende als Sieger genüsslich eine Ehrenrunde - trotz noch immer zehn Punkten Rückstand auf Basel.

si/fal

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