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Der FC Wuhan in Spanien: Odyssee eines Fussball-Teams aus China

Seit Monaten unterwegs: An diesem Wochenende brach das Fussballteam von Wuhan Zall wieder nach China auf – ohne Kenntnis, wo es genau hingeht. (Foto: Manu Fernandez/AP)
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Kann es sein, dass Sie gerade ein Déjà-vu-Erlebnis verarbeiten müssen?

Es wirkt vor allem wie ein Psychofilm. Als wir uns vor ein paar Wochen in Spanien trafen, sagten Sie, man habe Sie nach der Ankunft angeschaut ...

Das lag daran, dass Sie mit Ihrem Team die spanische Grenze passierten, als Wuhan zum Synonym für das damals noch fern wirkende Corona wurde. Jetzt ist die Lage in Spanien eskaliert, und Sie reisen zurück nach China. Geht es für Sie nun eigentlich direkt zurück nach Wuhan?

Dass sein Abenteuer in China so beginnen würde, hat José González kaum erwarten können. (Bild: Reuters/Jon Nazca)

Wie sieht so eine Quarantäne für eine Profifussballmannschaft aus? Werden Sie in einem Hotel wohnen, in einer Sportschule mit Trainingsplatz, werden Sie mit der Mannschaft trainieren können?

Warum haben Sie die Entscheidung getroffen, jetzt nach China zurückzukehren? In manchen Medien ist von einer Flucht die Rede, von einer neuerlichen Flucht sozusagen.

Ursprünglich war der für den 22. Februar geplant. Wie waren die Prognosen, als der Saisonbeginn in China verschoben wurde? Setzte man die Fussball-Liga da auch für erst einmal zwei, drei Wochen aus, wie es jetzt in Spanien, England und Deutschland geschehen ist?

Haben Sie den Eindruck, dass in Spanien dieses Bewusstsein vorherrscht? Sie sind Andalusier – Fussball und die Karwoche sind Teil der Wesensart der dortigen Bevölkerung. Und es gibt nicht wenige, vor allem klerikal angehauchte Lokalgrössen, die auf den Osterprozessionen bestehen, die immer Massen anziehen.

Was haben Sie gedacht, als Sie hörten, dass Clubs in Deutschland, Spanien, Italien versuchten, den Betrieb aufrechtzuerhalten und hinter verschlossenen Türen zu spielen?

... unter anderem in Cádiz, Mallorca, Albacete, bei Rayo Vallecano und in China bei Tianjin ...

Hatten Sie in Ihrem Kreis beim FC Wuhan eigentlich je einen Infizierten?

«Die Spieler waren unglaublich professionell»

José González, Trainer des FC Wuhan.

Wurden Ihre Spieler regelmässig auf Corona getestet?

Wie war Ihre Arbeit als Trainer mit der Mannschaft?

Sie haben aber keine Spiele austragen können.

Sie dürften in den vergangenen Monaten aber vor allem als Psychologe gefordert gewesen sein, nicht wahr?

Was haben Sie Ihren Spielern gesagt?

Sie wurden am 1. März mit Ihrer Mannschaft zum Clásico ins Estadio Santiago Bernabéu eingeladen, zum Spiel zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona, dem grossen Duell im spanischen Fussball. Was bedeutete das für Ihre Mannschaft?

Es gab keinen Lagerkoller?

Wie war die Reaktion Ihrer Spieler auf die Nachricht von der bevorstehenden Rückkehr nach China?

Haben Sie eine Ahnung, wann Wuhan wieder zugänglich sein wird?

Was wird diese Krise bewirken?

Was haben Sie persönlich gelernt?

Es gibt aber auch Kritik an China, wegen der angeblichen Vertuschung des Ausbruchs, durch die viel Zeit verloren gegangen sein soll. Und China hat eine Reihe von Massnahmen ergriffen, die in einem nicht demokratisch organisierten Land einfacher zu ergreifen sind.

Chinas Regierung hat nun ein Flugzeug mit Medizinern, Arzneien, Gerätschaften in europäische Krisenländer geschickt. Das mag interessengeleitet sein. Aber: Was schiesst Ihnen durch den Kopf, wenn Sie das mit der Reaktion der Europäischen Union vergleichen, wo Länder den Export von Medizingütern gestoppt haben?

Ihre Familie stammt aus Andalusien. Was sagen Sie denen, die Ihnen am nächsten stehen?

Was werden Sie denken, wenn Sie, sagen wir: in einem Jahr auf diese Zeit zurückblicken?

Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast