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«Wer Captain ist, werden Sie ja sehen»

Ottmar Hitzfeld wird wohl auch gegen Zypern seinem Captain Gökhan Inler das Vertrauen schenken. Im Sturm deutet sich eine Lösung mit zwei FCZ-Spielern an.

«Ich muss auch Vertrauen schenken können»: Ottmar Hitzfeld im Hotel Mirador Kempinski in Mont-Pèlerin. (Video: Sebastian Rieder)

Spielt Captain Gökhan Inler morgen in der WM-Qualifikationspartie gegen Zypern? Dies war die brennendste Frage an der heutigen Pressekonferenz der Schweizer Nationalmannschaft. Ottmar Hitzfeld wollte sie nicht beantworten und sagte nur: «Wer Captain ist, werden Sie morgen ja sehen.» Der Trainer erklärte, er habe sich schon für eine Formation entschieden, werde seine Aufstellung aber sicher nicht öffentlich machen.

Hitzfeld gibt sich nicht nur gegenüber den Medien verschlossen, selbst seinen Captain lässt er mit seiner Entscheidung im Ungewissen. Nur logisch, dass sich Gökhan Inler einige unangenehme Fragen gefallen lassen muss. «Ich habe noch nicht mit Hitzfeld gesprochen», sagt der Napoli-Söldner, irritiert sei er deswegen aber nicht. «Ich habe im Training alles gegeben, ich bin fit», gibt er zu Protokoll.

Die Personalie Inler ist für Hitzfeld deshalb brisant, weil der Napoli-Söldner im Club anders als seine Teamkollegen Valon Behrami und Blerim Dzemaili nicht mehr allererste Wahl ist und im Nationalteam eigentlich nur spielen soll, wer auch im Verein zum Stamm gehört. Dieses Prinzip stellt Hitzfeld nun teilweise infrage: «Ich muss immer die richtige Mischung finden, zwischen Spielern mit viel Einsatzzeit und guter Form und jenen, die sich schon in der Nationalmannschaft behauptet haben. Ich muss auch Vertrauen schenken können, sonst müsste ich die Mannschaft dauernd umstellen.»

Diese Worte deuten darauf hin, dass Inler spielen darf. Es könnte also zur aussergewöhnlichen Konstellation kommen, dass Inler seine Konkurrenten Behrami und Dzemaili von Beginn weg aufs Feld führt. Wahrscheinlich ist aber, dass Dzemaili wieder über die Klinge springen muss.

Die Trainingseindrücke seien ausgezeichnet, so Hitzfeld weiter. «Wir haben sehr intensiv gearbeitet. Vor allem auch im taktischen Bereich. Heute trainieren wir noch einmal Standards und das Spiel gegen die formierte Abwehr eines sehr defensiven Gegners.» Die Tendenz gehe zu einer Aufstellung mit zwei Stürmern. Mario Gavranovic vom FC Zürich ist gesetzt, offen ist nur, ob er ganz vorne oder hängend zum Einsatz kommen wird. Als Sturmpartner für Gavranovic drängt sich sein FCZ-Kollege Josip Drmic auf. Die beiden harmonierten in der Meisterschaft zuletzt hervorragend.

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