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Wenn sich Teamkollegen an die Gurgel wollen

Leverkusen scheidet aus der Champions League aus. Und dann verliert auch der Trainer noch die Contenance.

Wortgefecht zwischen Leverkusens Karim Bellarabi und Chicharito.
Wortgefecht zwischen Leverkusens Karim Bellarabi und Chicharito.
Reuters

Bayer Leverkusen schaffte es nicht, eine B-Elf des FC Barcelona im eigenen Stadion zu besiegen, und schied deshalb aus der Champions League aus. Nach dem 1:1 bleibt dem Bundesligisten nur noch die Ernüchterung Europa League.

Leverkusen war zwar bemüht und schuf sich einige hochkarätige Chancen. Doch vor dem Tor fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Je länger das Spiel dauerte, umso nervöser wurden die Platzherren. Bei zwei Spielern gingen die Nerven sogar durch. Der deutsche Nationalspieler Karim Bellarabi und der mexikanische Internationale Javier Hernandez, auf dessen Trikot sein Künstlername Chicharito steht, gerieten aneinander und wollten sich an die Gurgel. Grund: Als Bellarabi den Torabschluss auf eigene Faust suchte, fühlte sich der besser postierte Chicharito übergangen.

Hitzköpfe bei Leverkusen: Bellarabi und Chicharito gehen aufeinander los.

Er fuchtelte wild und beschwerte sich bei seinem Teamkollegen lautstark. Und es wäre wohl zum Eklat gekommen, wenn der englische Schiedsrichter Mark Clattenburg nicht deeskalierend dazwischengegangen wäre. Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler, der als Stürmer 1990 mit Deutschland in Italien im Final gegen Argentinien Weltmeister geworden war, gefiel der Zwischenfall gar nicht. «Das ist eine negative Szene. Das werde ich in der Kabine ansprechen.»

Einen eher negativen Auftritt beim gleichen Sender hatte dann Leverkusens Trainer Roger Schmidt. Er bemängelte im Interview, dass seine Mannschaft nicht klar genug im Abschluss gewesen sei. Ihr habe eine gewisse Reife gefehlt. Als Sky-Reporter Jan Henkel entgegnete, auch Barcelona habe eine junge Mannschaft auf dem Platz gehabt, platzte Schmidt der Kragen. «Wenn Sie noch so eine Bemerkung machen, können wir das Interview auch abbrechen», drohte er.

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