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Wenn ein 94-Jähriger trotz Demenz einen Penalty versenkt

Ein hochbetagter Fan des englischen Fussballvereins Notts County hatte noch einen grossen Lebenstraum. Dank dem Club konnte er ihm erfüllt werden.

Roy Prentice läuft an und trifft vor den Heimfans. Standing Ovations für den 94-Jährigen. Video: Twitter/NotiFootball

Er wurde im Rollstuhl an den Platzrand gefahren, gehen kann er nicht mehr allzu weit. Roy Prentice ist zeitlebens Fan von Notts County, dem ältesten Profiverein der Welt, und leidet seit einiger Zeit an Demenz. Seit 2017 wird er nun wegen des fortgeschrittenen Stadiums der Krankheit permanent im Landermeads Care Home in Chilwell betreut. Dort erzählte der 94-Jährige Betreuern, es wäre sein Traum, vor seinem Tod einmal vor dem Kop an der «Meadow Lane» ein Tor zu erzielen, dort, wo er so viele Spiele seiner geliebten «Magpies» gesehen hatte.

Ian Donaghy, im Heim verantwortlich für das Freizeitprogramm, setzte sich daraufhin mit dem Club in Verbindung und liess ein Shirt für Prentice mit der Nummer 94 drucken. In der Halbzeit beim 2:1-Heimsieg gegen Crewe hatte Prentice dann seinen grossen Auftritt.

Im Zeitlupentempo

Mit dem ersten Versuch scheiterte der pensionierte Ingenieur, so schreibt es die «Nottingham Post», der Ball ging rechts am Tor vorbei. Ob Prentice angesichts der Grösse des Ereignisses und der vielen Heimfans hinter dem Tor nervös war, ist nicht bekannt. Als der Ball beim zweiten Mal im Zeitlupentempo über die Linie kullerte, drehten die Heimfans auf den Rängen fast durch. Natürlich wurde die Szene gefilmt und Donaghy sagt: «Roy wird es bis heute zwar vergessen haben, aber wir können ihm das Video zeigen und so wird er jeden Tag seines Lebens lächeln können.»

Es war ein grosser Moment, nicht nur für den Pensionär. Viele Familienmitglieder waren ebenfalls im Stadion, auch sein Sohn Jeff. Der 65-Jährige, Besitzer einer Bar in Spanien, war extra eingeflogen. «Dass ich sehen durfte, wie mein Vater ein Tor für Notts County schiesst, war brillant», sagte der gerührte Jeff Prentice, «die Reise hat sich gelohnt.»

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