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Wenn der Dauerpatient zum Hoffnungsträger wird

Der FC Zürich verpasst die Rendezvous auf europäischer Bühne. Lichtblick bei der enttäuschenden Leistung gegen Sporting war einzig das Comeback des Langzeitverletzten Yassine Chikhaoui.

Die sportliche Bilanz sieht für einen Klub, der sich als Grossklub des Landes beziffert und stets betont, wie ambitioniert er ist, trist aus: Von 13 Ernstkämpfen in dieser Saison bezog der FC Zürich beim 0:2 gegen Lissabon die achte Pleite. Dass diese Statistik am Samstagabend nach dem Auftritt im Schweizer Cup in Grenchen aufpoliert wird, darf erwartet werden; sie ist aber auch dann immer noch ungenügend.

Nebst diesem Fakt dürfte den Verantwortlichen ein weiterer Aspekt nach der missglückten Europa-League-Premiere gegen die zusammengewürfelte Truppe aus Lissabon zu denken geben: Die Zürcher sind offenbar bei Spielbeginn nicht ganz bei der Sache, schon gar nicht, wenn auf europäischer Stufe die Haut so teuer wie möglich verkauft werden soll. Gegen die Bayern hatte es in den Startminuten zweimal früh beim bedauernswerten Keeper Johnny Leoni eingeschlagen. Gegen Sporting war das nicht anders: Nach knapp vier Minuten führten die Gäste aus Lusitanien nach fehlerhaftem Zürcher Defensivverhalten mit 1:0. Diese Wiederholung der Geschehnisse kann kein Zufall mehr sein. Der Trainer beteuert, alles zu unternehmen, damit seine Spieler von Beginn weg konzentriert am Werk sein würden – genützt hat es bisher nichts, und somit stehen nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch der Personalchef in der Verantwortung. Urs Fischer, einst Haudegen beim FCZ, ist sich dessen bewusst. Er weiss überdies, dass mit jeder Niederlage und mit jedem Rückschlag seine Position mehr und mehr in Frage gestellt wird – so läuft eben das Business.

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