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Warum Flavio Briatore Michael Schumacher nicht besuchen will

Der Italiener war sein Chef bei Benetton und feierte mit dem Deutschen zwei WM-Titel. Er redet von präzisen Informationen, die er über den schwer Verunfallten regelmässig erhalte.

Waren bei Benetton eine erfolgreiches Duo: Michael Schumacher und Flavio Briatore.
Waren bei Benetton eine erfolgreiches Duo: Michael Schumacher und Flavio Briatore.
Reuters

Am 29. Dezember 2013, vor fast zwei Jahren, war der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher beim Skifahren in den französischen Alpen schwer gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Felsen aufgeschlagen. Nach mehreren Notoperationen lag der Deutsche während Monaten im Koma. Zurzeit wird er zu Hause in seinem Anwesen im waadtländischen Gland von Spezialisten und seiner Familie rund um die Uhr betreut – abgeschottet von lästigen Besuchern und Paparazzi, die mit dem ersten Bild Schumachers nach dem Unfall das grosse Geld machen wollen.

Michael Schumacher erhielt seit seinem Unfall schon einige Besuche am Krankenbett. FIA-Chef Jean Todt, sein ehemaliger Teammanager bei Ferrari, und auch Formel-1-Pilot Felipe Massa, sein ehemaliger Teamkollege im gleichen Rennstall, gehörten zu den Besuchern. Bisher aber nicht Flavio Briatore, der von 1991 bis 1995 während vier Jahren Schumachers Chef bei Benetton gewesen war. Das Resultat dieser erfolgreichen Zusammenarbeit waren zwei gewonnene Weltmeistertitel Schumachers.

«Möchte ihn in Erinnerung behalten, wie ich ihn kannte»

Der Italiener sagt in einem Gespräch mit der «Welt am Sonntag», weshalb er Schumacher trotz einer jahrelangen Freundschaft nicht besuchen will. Er habe über dessen einstigen Teamkollegen Felipe Massa, der bei Schumacher gewesen sei, präzise Schilderungen über den Gesundheitszustand des Rekordweltmeisters erhalten. Diese hätten ihn dazu bewogen, Schumacher nicht am Krankenbett zu besuchen. «Ich möchte Michael so in Erinnerung behalten, wie ich ihn kannte. Ich habe viel Zeit mit ihm verbracht, ihn sehr gemocht und bewundert. So möchte ich ihn in meinem Kopf behalten.»

Erst kürzlich hatte sich Jean Todt am Rande des Grossen Preises von Mexiko über den Gesundheitszustand Schumachers geäussert. «Ich sehe Michael sehr oft, und Michael kämpft weiter. Und wir müssen weiter zusammen mit der Familie kämpfen», sagte der Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA.

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