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Vogel soll 200'000 Franken verlangt haben

Laut der Zürcher Staatsanwaltschaft hat Fussballmanager Erich Vogel die Erpressung von YB-Sportchef Fredy Bickel massgeblich mitgeprägt. Es geht um eine viel höhere Summe, als bisher bekannt war.

Wurde von der Staatsanwaltschaft abgehört: Erich Vogel nach seiner Freilassung aus der U-Haft. (3. Oktober 2013) (Bild: Reto Oeschger)
Wurde von der Staatsanwaltschaft abgehört: Erich Vogel nach seiner Freilassung aus der U-Haft. (3. Oktober 2013) (Bild: Reto Oeschger)

Neue Wendung im Erpressungsfall rund um den YB-Sportchef Fredy Bickel: Der Fussballmanager Erich Vogel spielt gemäss Anklageschrift der Zürcher Staatsanwaltschaft eine weit wichtigere Rolle als bisher bekannt. Laut Abhörprotokollen von Telefonüberwachungen hat er den Spielervermittler Peter Bozzetti dazu aufgefordert, Bickel um eine höhere Summe zu erpressen. Das berichtet die «Sonntags-Zeitung».

Bozzetti hatte vom YB-Sportchef 131'000 Franken für die Herausgabe eines Schriftstücks verlangt, das aus dem Jahr 2002 stammt. Vogel stachelte Bozzetti in dem abgehörten Telefongespräch dazu an, stattdessen doch gleich 200'000 Franken zu fordern. Gemäss Anklage wollte Vogel auf diese Weise Geld eintreiben, das Bozzetti ihm schuldete. Vogel wollte den Betrag sofort bar auf die Hand – Bozzetti sollte ihm das Geld auf einer Autobahnraststätte übergeben.

Mit Karriereende gedroht

Vogel stand auch in Kontakt mit Bickels Rechtsvertreter. Diesem soll er gesagt haben, dass eine Publikation des Schriftstücks das Ende von Bickels Karriere im Fussballgeschäft bedeuten würde.

Das letzte Wort haben nun die Richter. Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Bozzetti und Vogel erhoben. Die Strafverfolger werfen Bozzetti versuchte Erpressung und versuchte Nötigung vor. Das geforderte Strafmass beläuft sich auf 30 Monate Haft, wovon er 10 absitzen müsste. Vogel wird wegen Gehilfenschaft zur Erpressung angeklagt. Die Ankläger fordern 14 Monate bedingt. Vogels und Bozzettis Anwälte weisen die Darstellung der Staatsanwaltschaft zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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