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Vier Tore und eine Strafaktion

Luzern rettet gegen YB spät einen Punkt. Zu reden gibt, dass Abwehrchef Puljic auf der Tribüne sitzt, obwohl er fit ist.

Christian Schneuwlys Luzerner und Jan Lecjaks' Berner lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe.
Christian Schneuwlys Luzerner und Jan Lecjaks' Berner lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe.
Keystone

Luzerns fitter Abwehrchef Tomislav Puljic sah das 2:2 gegen die Young Boys von der Tribüne aus. Trainer Markus Babbel lieferte nach dem Match die Erklärung dafür: «Ich habe ihn aus disziplinarischen Gründen nicht nominiert. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.»

Puljic musste vor zwei Wochen beim Luzerner 3:0-Heimsieg gegen St. Gallen verletzt ausgewechselt werden. Danach fehlte er im Cup gegen Köniz und beim 3:2-Auswärtserfolg in Lausanne wegen einer Wadenzerrung. Für das Spiel gegen YB hatt er sich wieder fit gemeldet.

Die Young Boys bauten ihre Serie der Ungeschlagenheit in der Super League derweil auf acht Spiele aus. So verdient die späte Führung der Berner nach 86 Minuten war, so glückhaft war das per Hechtkopfball erzielte Tor des eingewechselten Yuya Kubo. Als Yoric Ravet von der rechten Seite die entscheidende Flanke trat, war Kubo leicht im Offside. Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Luzern sorgte aber aus eigener Kraft für Gerechtigkeit – mit einem wunderbaren Kopfballtor in der Nachspielzeit, dem zehnten Saisontreffer des früheren YB-Stürmers Marco Schneuwly.

In der dritten Viertelstunde der ersten Halbzeit hatte sich YB erstklassige Chancen am Laufmeter erspielt. Zweimal landete der Ball an der Torumrandung, Pech oder der enorm starke FCL-Goalie David Zibung verhinderten sicher scheinende Tore. Allein Goalgetter Guillaume Hoarau hätte mehrere Treffer erzielen müssen.

Es spricht für die Moral der Berner, dass sie sich durch das Pech nicht vom weg abbringen liessen. Sie führten ihre offensiven Bemühungen nach der Pause fort und wurde schon nach wenigen Sekunden mit dem Ausgleich belohnt. FCL-Verteidiger Nicolas Haas lenkte einen Schuss von Yoric Ravet aus rund 20 Metern leicht ab. Haas seinerseits hatte Luzern nach gut einer halben Stunde in Führung gebracht – just bevor die Young Boys ihr Feuerwerk abzubrennen begannen.

Luzerns Trainer Markus Babbel darf mit der jüngsten Entwicklung seiner Mannschaft zufrieden sein. Nach den beiden Siegen gegen St. Gallen und Lausanne lieferten die Innerschweizer einer starken Berner Mannschaft einen guten Kampf. Die vorangegangene schlechte Serie mit fünf Niederlagen und einem Unentschieden scheinen die Spieler aus den Köpfen gebracht zu haben.

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