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«Vielleicht sind wir gar nicht so gut»

Den FC Barcelona plagen nach der Niederlage gegen die AC Milan übertriebene Selbstzweifel. Dabei fehlt es dem Team gewiss nicht an Klasse, sondern nur an Flexibilität.

Silvio Berlusconi gehört nicht zu den Menschen, die sich vorstellen können, dass gerade Zurückhaltung bisweilen zum Erfolg führen kann. So forderte der kleine starke Mann bei der AC Milan vor der Champions-League-Partie gegen den hohen Favoriten FC Barcelona lauthals, Trainer Massimiliano Allegri, der im Übrigen nichts von Taktik verstehe, solle nicht weniger als drei Spitzen aufs Feld schicken, um den Favoriten aus Spanien mit offensivem Dauerdruck aus dem Konzept zu bringen.

Allegris Team schaffte es tatsächlich, Barça zu entzaubern – allerdings mit einer diametral anderen Taktik als jener, die Berlusconi vorgeschwebt hatte. Milan gab das Mittelfeld freiwillig preis und konzentrierte sich auf die folgenden Ziele: 1. Lionel Messi zu neutralisieren. 2. Mit einer massiven Deckung den Strafraum zu verbarrikadieren. 3. Mit gelegentlichen Kontern die entscheidenden Nadelstiche zu setzen. Das Vorgehen erinnerte an jenes des FC Chelsea unter Roberto Di Matteo, das ebenfalls – allerdings weit weniger souverän – zum Erfolg geführt hatte.

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