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Vermiest ihm einer den Triple-Traum?

Bayern München will Trainer Jupp Heynckes den Abschied vergolden. Der Weg dorthin ist aber mit Stolpersteinen gepflastert. Heute schon.

Kein Grund zu Gram für Jupp Heynckes: Der 72-Jährige hat mit Bayern zwei Meistertitel und je einmal den Cup und die Champions League gewonnen.
Kein Grund zu Gram für Jupp Heynckes: Der 72-Jährige hat mit Bayern zwei Meistertitel und je einmal den Cup und die Champions League gewonnen.
Keystone

Bundesliga, Champions League, DFB-Pokal – bislang waren die Bayern in dieser Saison nicht zu stoppen. Den Meistertitel haben sie bereits seit zehn Tagen in der Tasche, es ist ihr sechster in Serie. In der Königsklasse erlitten sie erst eine Niederlage und überstanden die Achtel- und Viertelfinals ohne Probleme. Und im Cup schliesslich können sie sich heute auswärts bei Bayer Leverkusen für den Final qualifizieren. Es wäre ihr fünfter in sieben Jahren.

Noch also können die Bayern vom Triple träumen, von einer Wiederholung der triumphalen Saison 2012/13, als sie ebenso alles gewannen, was es zu gewinnen gibt. Für Jupp Heynckes, der in wenigen Wochen endgültig in Pension geht, wäre es das bestmögliche Ende seiner Trainerkarriere.

Wiederholt sich 2017?

Nur: Das Saisonende kann auch einen ganz anderen Verlauf nehmen. Beginnend heute Abend: Verlieren die Münchner in der BayArena, ist der Traum vom Triple bereits ausgeträumt – und im Halbfinal der Champions League wartet in der kommenden Woche ja niemand Geringerer als Real Madrid, der Titelverteidiger. Heynckes sagt: «Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, aber meine Mannschaft ist gut vorbereitet, alle Spieler sind motiviert.»

Es sind wegweisende Tage für das Palmarès von Jupp Heynckes. Denn: Bloss deutscher Meister zu werden, ist dem anspruchsvollen Verein kaum gut genug. Wie vor einem Jahr: Damals scheiterten die Bayern im Cup-Halbfinal an Dortmund und im Champions-League-Viertelfinal an Real.

Wiederholt sich die Geschichte nun? Leverkusen-Trainer Heiko Herrlich äussert sich zwar respektvoll über den 72-jährigen Fussballlehrer, aber er sagt ebenso kämpferisch: «Wenn ich die Möglichkeit bekomme, die Bayern rauszuschmeissen, kann ich natürlich keine Rücksicht nehmen. Keiner weiss das besser als Jupp.»

«Wir brauchen einen Sahnetag»

Drei Jahre ist es her, dass Leverkusen gegen die Münchner letztmals gewann, und vor neun Jahren hatte es den Rekordmeister gar im Viertelfinal des DFB-Pokals eliminiert – verlor später im Final aber gegen Werder Bremen. Doch mehr als die Statistik gibt den Rheinländern die laufende Saison Zuversicht: Zwar verloren sie in der Bundesliga zweimal 1:3, «aber», sagt Mittelfeldspieler Julian Brandt: «Wir haben auch zweimal beachtliche Leistungen geboten.»

Auch Torhüter Bernd Leno glaubt an die Chance, dem Ligakrösus das Triple zu vermiesen. «Die Bayern sind gewarnt, denn wir strahlen im Moment grosses Selbstvertrauen aus», sagt er. Aber auch dem Nationalgoalie ist bewusst: «Wir brauchen einen Sahnetag.»

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