Zum Hauptinhalt springen

Unschöne Szenen bei Barças Titelparty

Die Zahlen rund um Barças Meistertitel lesen sich märchenhaft. Für kurze Zeit wurde die Freude jedoch getrübt.

Meister: (v.l.) Lionel Messi, Luis Suárez und Jordi Alba feiern den 24. spanischen Meistertitel.
Meister: (v.l.) Lionel Messi, Luis Suárez und Jordi Alba feiern den 24. spanischen Meistertitel.
Daniel Tejedor, Keystone
Die Spieler feierten Triumph auf dem Rasen...
Die Spieler feierten Triumph auf dem Rasen...
Keystone
Seine Tore nützten nichts: Cristiano Ronaldo und sein Real Madrid kommen trotz Sieg nicht an Barcelona vorbei.
Seine Tore nützten nichts: Cristiano Ronaldo und sein Real Madrid kommen trotz Sieg nicht an Barcelona vorbei.
Lavandeira Jr, Keystone
1 / 6

Es war ein bezeichnendes Bild einer bemerkenswerten Saison: Wenige Minuten vor Schlusspfiff standen Barças ­Ersatzspieler an der Seitenlinie und wartete ungeduldig auf den Abpfiff. Immer wieder wurden sie von den eigenen Teambetreuern zurück auf die Bank geschickt, bis endlich die Erlösung kam.

Seit dem 11. Spieltag führten die Katalanen die spanische Meisterschaft an, zwischenzeitlich mit zwölf Punkten Vorsprung, und dennoch mussten sie bis zum letzten Spieltag ausharren, bis sie den 24. Meistertitel in ihrer Vereinsgeschichte feiern konnten. Ein desaströser April, mit drei Ligapleiten in Serie und dem Ausscheiden aus der Champions League, drohte die Saison zum Fiasko verkommen zu lassen. Insbesondere in Madrid verkündeten die Medien bereits entzückt das Ende einer Ära.

Doch es folgte eine meisterliche Reaktion in Form von fünf Siegen in den letzten fünf Spielen, mit einem Torverhältnis von 24:0. Der in Granada einmal mehr magisch aufspielende Andrés Iniesta sagte im Moment des Erfolges: «Wir mussten leiden bis zum Schluss. Der sechste Meistertitel in den letzten acht Jahren spricht für sich.» Süffisant schob Barça-Trainer Luis Enrique an der anschliessenden Pressekonferenz nach: «Man sollte diesen Titel würdigen, schaut doch mal wie schwer es unseren Gegnern fällt, Titel zu gewinnen.». Trotz dem Viertelfinal-Aus in der Champions League sprach Iniesta von einer «sehr guten Saison», denn: «Die Liga ist der Wettbewerb der Konstanz.» Die 91 Punkten untermauern diese Konstanz eindrücklich.

Dass sich Barças Leiden zum Saisonfinish in Granda in Grenzen hielt, war einmal mehr Torjäger Luis Suarez zu verdanken. Der Uruguayer traf dreifach und sicherte sich damit mit 40 Treffern die Torschützenkrone – alleine in den letzten fünf Spielen netzte er bestialische 14 Mal ein. Erstmals seit 2009 heisst der «Pichichi» nicht mehr Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo. Darüber hinaus ist «El Pistolero» mit 17 Vorlagen der Assistkönig der Liga, wettbewerbsübergreifend steht er bei 59 Toren und 23 Assists.

MSN übertrifft sich selbst

Nach 93 Minuten folgte dann die endgültige Erlösung: Entfesselt warfen sich die Katalanen in die Arme und stimmten unter der schönsten andalusischen Abendsonne das traditionelle «campeones» an. Nach wenigen Augenblicken mussten sie jedoch begleitet von Sicherheitskräften den Platz verlassen – neben euphorisierten Barça-Fans verschafften sich auch Granada-Anhänger Zutritt zum Feld und ­bedrängten die Spieler. Dem Brasilianer Neymar wurde sogar ins Gesicht geschlagen. Torhüter Marc-André ter Stegen kam zur Eskorte zu späte und musste sich deshalb sichtlich genervt selber durch die Menschenmenge in Richtung Katakomben zwängen.

Der Frust darüber dürfte sich jedoch so sehr in Grenzen halten, wie die Party an sich. Schliesslich könnten die «blaugrana» mit einem Sieg im Cupfinal kommende Woche das Double perfekt machen – und der gefürchtete MSN-Sturm um Messi, Suarez und Neymar seinen Torrekord weiter ausbauen. Gemeinsam stehen die fantastischen Drei, die letztes Jahr 122 Mal trafen, bei 130 Treffern.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch