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Uefa-Cup: SF pokert um Übertragungsrechte

Ob das Uefa-Cup-Schlagerspiel zwischen der AC Milan und dem FCZ ausgestrahlt wird, ist noch unklar. SF hofft, den Preis für die TV-Rechte herunterhandeln zu können.

Nachdem SF bekannt gab, dass das Spiel AC Milan – FCZ wegen «überrissener finanzieller Forderungen» der Agentur, die im Besitz der Rechte ist, nicht übertragen wird, war die Enttäuschung bei den Fussballfans gross.

Noch sind aber Verhandlungen im Gang. Das Schweizer Fernsehen hat heute Morgen mit der Agentur, die im Besitz der Rechte ist, noch einmal Kontakt aufgenommen und das Angebot bekräftigt.

Falls die italienischen Rechteinhaber auf die SF-Offerte eingehen sollten, werde man auf jeden Fall sofort reagieren und entscheiden, ob ein Team nach Mailand fährt oder das Spiel aus dem Leutschenbacher Studio kommentiert wird. «Wir sind flexibel genug, um zu reagieren», erklärt SF-Pressesprecher David Affentranger: «Ein Mann hält sich bereit.» Eine Antwort der Italiener wird am Nachmittag erwartet.

Privatsender keine Alternative

Tele Züri plant nicht, in die Bresche zu springen und den Knüller zu übertragen. Claude Winet, stellvertretender Chefredaktor des Zürcher Fernsehsenders: «Wenn SF diese Rechte nicht bezahlen will, können wir sie uns auch nicht leisten. Die Exklusiv-Rechte für solche Spiele sind teuer. Die Übertragung von internationalen Sportveranstaltungen sprengt deshalb die Finanzen eines Regionalsenders.»

Klar ist: Der gebührenfinanzierte Staatssender SF hat im Schweizer Markt keine Konkurrenz. Einen Wettbewerb um Fernsehrechte, wie er in Italien besteht, gibt es in der Schweiz nicht. Auch wenn SF also nicht bereit ist, gleich viel für die Übertragung zu bezahlen wie italienische Kanäle, so ist es dennoch im Interesse der Agentur, die Rechte zu Geld zu machen.

Dass die Italiener lieber weniger als gar kein Geld machen mit den Rechten, darauf spekuliert gemäss Affentranger auch das Schweizer Fernsehen: «Wir hoffen natürlich, dass es klappt.»

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