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«So wie ich das sehe, lügt Niersbach»

Bei der WM-Vergabe an Deutschland habe es eine schwarze Kasse gegeben, sagt Theo Zwanziger. Der ehemalige DFB-Präsident liess ein Gutachten erstellen.

Wirft seinem Nachfolger Wolfgang Niersbach vor zu lügen: Theo Zwanziger an einer Pressekonferenz in Berlin. (Archivbild / 21.6.2011)
Wirft seinem Nachfolger Wolfgang Niersbach vor zu lügen: Theo Zwanziger an einer Pressekonferenz in Berlin. (Archivbild / 21.6.2011)
Rainer Jensen, Keystone

Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger erhebt in der Affäre um die dubiosen Millionenzahlungen vor der WM 2006 schwere Vorwürfe gegen seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach.

«Es ist eindeutig, dass es eine schwarze Kasse in der deutschen WM-Bewerbung gab«, sagte Zwanziger dem Nachrichtenmagazin «Spiegel». Dies hatte Niersbach tags zuvor in der Zentrale des Deutschen Fussballbundes bestritten.

Es sei «ebenso klar, dass der heutige Präsident des DFB davon nicht erst seit ein paar Wochen weiss, wie er behauptet, sondern schon seit mindestens 2005. So wie ich das sehe, lügt Niersbach», so Zwanziger weiter.

Gutachten beleuchtet Beckenbauers Rolle

Zwanziger liess ein Gutachten erstellen, um zu prüfen, ob er sich strafbar gemacht haben könnte. Er hatte 2005 eine Zahlung freigezeichnet. 6,7 Millionen Euro flossen danach an den Financier Robert Louis-Dreyfus.

Franz Beckenbauer habe Louis-Dreyfus «auf sich persönlich» einen Schuldschein ausgestellt, zitiert der «Spiegel» aus dem Gutachten. Er habe dies «in seiner Tätigkeit im Rahmen der Bewerbung für die WM 2006» unterzeichnet. Niersbach hatte zuvor gesagt, die Zahlung stehe nicht im Zusammenhang mit der WM-Vergabe.

Zwanziger soll auch mit dem ehemaligen Vizepräsidenten des WM-Organisationskomitees gesprochen haben. Horst R. Schmidt habe gesagt, die Louis-Dreyfus-Millionen seien an Mohamed bin Hammam aus Katar gegangen. Dieser sass zu jener Zeit im Fifa-Exekutivkomitee.

SDA/ij

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