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So reagieren die Portugiesen auf die Niederlage

Nach dem 0:2 gegen die Schweiz ärgert sich Trainer Fernando Santos über die Leichtsinnigkeit seines Teams – Innenverteidiger José Fonte will die Lehren daraus ziehen.

Die Partie früh in die richtigen Bahnen gelenkt: Breel Embolo (r.) köpfelt nach einem Abpraller in der 23. Minute zur frühen Führung ein.
Die Partie früh in die richtigen Bahnen gelenkt: Breel Embolo (r.) köpfelt nach einem Abpraller in der 23. Minute zur frühen Führung ein.
Jean-Christophe Bott, Keystone
Der Jubel beim Torschützen und Kollege Seferovic ist beinahe grenzenlos.
Der Jubel beim Torschützen und Kollege Seferovic ist beinahe grenzenlos.
Fabrice Coffrini, AFP
Es ist geschafft: Am Ende jubeln die Schweizer über einen grossartigen 2:0-Erfolg gegen den Europameister.
Es ist geschafft: Am Ende jubeln die Schweizer über einen grossartigen 2:0-Erfolg gegen den Europameister.
Ennio Leanza, Keystone
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Die Falten im Gesicht von Portugals Nationaltrainer Fernando Santos, und davon gibt es reichlich, wurden in der 30. Minute noch tiefer. Soeben kombinierte sich die Schweiz mit Leichtigkeit durch Portugals Abwehr, und Admir Mehmedi schlenzte den Ball unbedrängt in den Winkel. Der Europameister lag 0:2 hinten. «Wir sind mit unglaublicher Leichtsinnigkeit von Tempo 80 auf 8 zurück», sagte Santos nach der Partie und sprach genau diese zehn Minuten an, in denen sein Team zwei Tore kassierte.

Sein Team habe es verpasst, den Schwung von der Europameisterschaft mitzunehmen, insbesondere mit der Defensivleistung war er nicht zufrieden: «Wir hätten härter sein müssen. Wir waren nicht so konsequent, wie ich es vom Team gewohnt bin.» Dem pflichtete sein Abwehrspieler José Fonte zu: «Ab einem gewissen Moment haben wir mit unserem Pressing aufgehört. So kam der Gegner zu viel Platz – das ist dann schwierig zu verteidigen.»

Ab Mitte der zweiten Halbzeit nahm der portugiesische Druck zu, befand Fonte: «Ab dann haben wir klar gezeigt, dass wir Champions sind.» Nani, in Abwesenheit von Ronaldo Captain, war mit der Leistung nach dem Seitenwechsel ebenfalls zufrieden, bemängelte jedoch die Chancenauswertung: «Wir hatten viele Gelegenheiten, die wir hätten nutzen sollen.» Allen voran er selber – in der 81. Minute köpfelte er den Ball aus bester Position an den Pfosten.

Nanis Grosschance zum Anschlusstreffer. Video: SRF.

Während des Spiels haderte der ehemalige ManUnited-Flügel immer wieder mit dem Schiedsrichter, beklagte sich über zu hartes Spiel der Gegner. Offensichtlich hätte er sich jedoch Ähnliches von seinem Team gewünscht: «Uns hat in gewissen Situationen die Aggressivität gefehlt. Dabei wussten wir, dass es ein sehr schwieriges Spiel wird.» Mit dem Selbstverständnis eines Europameisters schob er nach: «Ich glaube nicht, dass die Schweiz überlegen war. Im Gegenteil, wir haben besser gespielt.»

Es kehrte also schnell zurück, das Vertrauen in die eigene Stärke. Dieses Selbstvertrauen demonstrierte auch Santos und sagte fast schon trotzig in die Runde der anwesenden Journalisten: «Gehen Sie davon aus, dass der amtierende Europameister bei der Endrunde der nächsten Weltmeisterschaft dabei sein wird.»

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