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«Shaqiri ist brillant, aber disziplinlos»

Peter Crouch stichelt in seiner Biografie gegen den Schweizer. Er gibt ihm sogar eine Mitschuld am Abstieg von Stoke City.

Acht Jahre spielte Peter Crouch (2011 bis Winter 2019) bei Stoke City und stieg zusammen mit Teamkollege Xherdan Shaqiri ab.
Acht Jahre spielte Peter Crouch (2011 bis Winter 2019) bei Stoke City und stieg zusammen mit Teamkollege Xherdan Shaqiri ab.
Dave Thompson/PA via AP
Shaqiri schoss in der Abstiegssaison acht Tore und dennoch gab Crouch dem Schweizer eine Mitschuld am Abstieg aus der Premier League.
Shaqiri schoss in der Abstiegssaison acht Tore und dennoch gab Crouch dem Schweizer eine Mitschuld am Abstieg aus der Premier League.
Dave Thompson/PA Images via Getty Images
In der Schweizer Nationalmannschaft wirbelte der Liverpool-Söldner zuletzt mit seinem Verzicht viel Staub auf. Er gab Lustlosigkeit als Grund an.
In der Schweizer Nationalmannschaft wirbelte der Liverpool-Söldner zuletzt mit seinem Verzicht viel Staub auf. Er gab Lustlosigkeit als Grund an.
Jean-Christophe Bott, Keystone
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«Wenn Klopp einem Spieler nicht zu hundert Prozent vertrauen kann, dann hat das für mich den Anschein, dass er ihn lieber nicht spielen lässt. Ich will nicht sagen, dass Xherdan Shaqiri kein begnadeter Fussballer ist – denn das ist er. Er ist brillant, kann den Unterschied ausmachen», sagte Crouch dem «Irish Independent», als er auf seine Autobiografie mit dem Titel «I, Robot: How to Be a Footballer 2» angesprochen wurde. Im Buch, das wenige Monate nach dem Karriereende des Stürmers im Sommer 2019 erschienen ist, findet auch Shaqiri in einigen Zeilen Erwähnung. Aber nicht nur positiv.

Crouch kritisiert seinen ehemaligen Teamkollegen bei Stoke City: «Er ist einer der Besten, mit denen ich je zusammengespielt habe, aber gepaart mit viel taktischer Disziplinlosigkeit.» Der 42-fache englische Nationalstürmer ging sogar so weit, zu behaupten, der Schweizer sei mit seinen Ego-Trips mitschuldig am Abstieg der «Potters» 2018.

Shaqiri sorgte für Groll im Team

«Es gibt einen schmalen Grat zwischen quirlig sein und einfach nur tun, was einem passt. Natürlich kann man einwenden, dass Shaqiri acht Tore und sieben Assists in dieser Saison gemacht hat. Allerdings in einer Mannschaft, die abgestiegen ist. Für 85 Minuten hat er jedes Wochenende die Arbeit aller anderen schwieriger gemacht. Der Groll im Team und auch in der Clubleitung wuchs.»

Dass Shaqiri teamintern für Stress sorgen kann, bewies sein Verzicht auf die EM-Qualifikation mit der Nationalmannschaft wegen Lustlosigkeit oder fehlender Wertschätzung.

Bei Liverpool fehlt es nicht an der Lust, trotzdem kämpft er bei den «Reds» um Einsatzminuten. Gegen Everton stand der Schweizer Nationalspieler am Mittwoch erstmals seit Mai in der Startelf. Beim 5:2 traf er nach 17 Minuten zum zwischenzeitlichen 2:0. Als der Liverpool-Trainer nach dem Spiel darauf angesprochen wurde, dass Shaqiri so lange nicht mehr von Beginn an gespielt habe, sagte er: «Wirklich? Sorry, Shaq!» Doch drei Tage später sass der 28-Jährige wieder auf der Bank, bekam beim 3:0-Sieg in Bournemouth lediglich drei Minuten Auslauf am Ende der Partie.

Shaqiri erneuerte sein Bekenntnis

«Es war von Anfang an klar, dass wir über den Jahreswechsel alle unsere Jungs brauchen werden», sagte Klopp, «und er hat mir das Gefühl gegeben, dass wir öfter durchwechseln können.» Ein anderer Wechsel, nämlich der zu einem anderen Club im Winter, ist für den Schweizer indes kein Thema. «Abgesehen davon, dass ich gern mehr spielen würde, bin ich glücklich in Liverpool. Ich habe einen gewissen Status im Team, weil ich doch einer der erfahreneren Akteure bin», erklärt er der «Schweizer Illustrierten» einst. Und im Magazin «The Athletic» erneuerte er sein Bekenntnis: «Das ist eine spezielle Mannschaft. Und wir haben noch viel zu erreichen.»

Die nächste Chance auf Einsatzminuten bietet sich Shaqiri in der Champions League. Am Dienstag sind die Reds in Salzburg Gast der Bullen. Allerdings steht für Liverpool viel auf dem Spiel, denn der Einzug in die Achtelfinals ist noch nicht gesichert.

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