Ricky van Wolfswinkel fällt wieder aus

Gegen den FCZ feierte er sein Comeback, nun muss der Stürmer des FC Basel aufgrund seines Aneurysmas wieder für mindestens vier Wochen kürzer treten.

Darf zwar weiter mittrainieren, aber wiederum keine Zweikämpfe und Kopfbälle bestreiten: Ricky van Wolfswinkel.

Darf zwar weiter mittrainieren, aber wiederum keine Zweikämpfe und Kopfbälle bestreiten: Ricky van Wolfswinkel.

(Bild: Keystone Georgios Kefalas)

Oliver Gut

Kaum hatte das Warten für Ricky van Wolfswinkel ein Ende, beginnt es wieder von Neuem. Der 31-jährige Holländer wird dem FC Basel infolge seines Aneurysma-Eingriffs und dessen Heilungsverlauf aufs Neue fehlen. Diesmal für mindestens vier Wochen.

Noch am Samstag schien alles überstanden. Van Wolfswinkel stand erstmals seit einem halben Jahr wieder im Kader der Rotblauen und feierte beim 4:0-Sieg über den FC Zürich mit einer Einwechslung in der 81. Minute (für Arthur Cabral) sein Comeback.

Darauf erfolgte – wohl routinemässig – die nächste von vielen Untersuchungen. Mit dem Ergebnis, dass doch noch nicht alles so gut ist wie zuvor. Zwar ist mit dem Aneurysma per se alles in Ordnung, bei dem Anfang September ein sogenanntes Coiling vorgenommen worden war, um Risiken zu minimieren. Doch es wurde festgestellt, dass ein Blutgefäss-Ast, der vom Aneurysma abgeht, etwas langsamer durchblutet wird als dies normalerweise der Fall ist. Entsprechend entschied das Ärzteteam im Sinne einer Vorsichtsmassnahme, dass Van Wolfswinkel seine körperliche Belastung zumindest für die nächsten vier Wochen wieder etwas reduzieren soll.

Der Mittelstürmer kann in dieser Zeit zwar mit der Mannschaft mittrainieren, muss aber – wie schon in einer Phase vor seinem Comeback – auf Zweikämpfe und Kopfbälle verzichten. Selbstredend ist unter diesen Voraussetzungen auch nicht an einen Ernstkampf zu denken.

Hat man zuvor einen vermeidbaren Fehler gemacht, als man Van Wolfswinkel vergangene Woche für wettkampftauglich befand? Wohl kaum. Der Spieler wurde zuvor schon engmaschig untersucht und absolvierte zudem mehrere Leistungstests, bevor man grünes Licht gab. Dass man nun nach einem neuerlichen Scan im Universitätsspital Basel zu einem Ergebnis kam, das Van Wolfswinkel wieder zurückwirft, kann in einem Zusammenhang mit seinem Einsatz stehen. Es kann aber genau so gut auch Zufall sein. «Der Heilungsprozess im Falle eines Aneurysmas ist bei jedem Betroffenen sehr individuell», schreibt der Club.

Erst nach Ablauf der vierwöchigen Phase des reduzierten Trainings wird ein neuerlicher Untersuch erfolgen. Das bedeutet auch: Es ist ungewiss, ob Van Wolfswinkel dann wieder als matchfit eingestuft wird.

Für den Holländer selbst bedeutet dies auch: Seine Gelegenheiten, um sich doch noch für eine Vertragsverlängerung beim FC Basel zu empfehlen, schwinden ebenso wie jene, um sich für einen neuen Arbeitgeber in Aktion zu präsentieren. Dass der FCB sich für einen Verbleib des nicht eben günstigen Profis ausspricht, ist nach rationalen Kriterien praktisch auszuschliessen. Für Van Wolfswinkel geht es in diesem Frühjahr jedoch um mehr als das: Er kämpft gegen die Zeit und auch um eine Verlängerung seiner Karriere als Fussball-Profi.

baz.ch/Newsnet

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