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Ribéry hält Bayerns Hoffnung am Leben

Dank eines späten Treffers des Franzosen setzten sich die Münchner in Freiburg 2:1 durch und liegen weiter nur zwei Punkte hinter dem begehrten dritten Rang. Leader BVB zeigt langsam Nerven.

Die Münchner Müller, Gomez und Schweinsteiger (v.l.) herzen ihren Retter Ribéry (v.).
Die Münchner Müller, Gomez und Schweinsteiger (v.l.) herzen ihren Retter Ribéry (v.).

Nach dem unglücklichen K. o. in der Champions League geht es für den FC Bayern in dieser Saison nur noch um Schadensbegrenzung. Das erklärte Ziel des Rekordmeisters ist längst nicht mehr der Titelgewinn, sondern nur noch der Sprung auf Rang 3. Dieser Platz, den zurzeit Hannover 96 belegt, berechtigt wenigstens noch zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation im kommenden Spätsommer.

Bayerns Sieg in Freiburg war bis tief in die Schlussphase in grosser Gefahr. Erst Franck Ribérys beherzter 25-Meter-Schuss in der 88. Minute erlöste den Favoriten. Die Führung durch Mario Gomez in der neunten Minute hatte den Münchnern keine Sicherheit gegeben. Schon in der 18. Minute glich Freiburgs Topstürmer Papiss Cissé mit seinem 18. Saisontreffer aus. Vier Minuten zuvor hatte Cissé noch einen Elfmeter verschossen.

An der Tabellenspitze scheint der einstmals souveräne Leader doch noch nervös zu werden. Borussia Dortmund musste sich eine Woche nach dem 0:1 bei Hoffenheim gegen Mainz mit einem 1:1 begnügen. Bis zur 88. Minute führte der BVB dank Mats Hummels' Kopfballtor (8.). Die Dortmunder verpassten es allerdings, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. In der 15. Minute scheiterte Nuri Sahin mit einem Foulpenalty am Mainzer Goalie Christian Wetklo. Für den türkischen Internationalen war es bereits der dritte verschossene Strafstoss in Folge! Nachdem u.a. Blaszczykowski und Lewandowski ihre Torchancen nicht verwerten konnten, kam es, wie es im Fussball kommen muss: Joker Petar Sliskovic glich für den Tabellenfünften aus.

Petric trifft dreifach

Der Hamburger SV lieferte im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Michael Oenning eine Galavorstellung ab. Die Norddeutschen zerlegten die Defensive des zuletzt so starken 1. FC Köln regelrecht in ihre Einzelteile und siegten 6:2. Bester Mann auf dem Feld war der frühere GC- und FCB-Stürmer Mladen Petric mit drei Treffern. Pirmin Schweglers Frankfurter Eintracht feierte gegen St. Pauli einen wichtigen 2:1-Sieg und verschaffte sich Luft im Abstiegskampf. Theofanis Gekas erzielte beide Treffer für die Eintracht.

St. Paulis Niederlage verbessert die Chancen von Trainer Lucien Favre und Borussia Mönchengladbach, doch noch die Klasse zu halten. Die Borussen trennen sieben Runden vor dem Saisonende fünf Punkte vom Relegationsrang 16. Ihre 0:1-Niederlage gegen Kaiserslautern am Freitag war das Produkt eines kuriosen Eigentors. Goalie Logan Bailly boxte den Ball über die eigene Linie.

«Magaths Transfer ist nicht normal»

Tief im Elend steckt auch der VfL Wolfsburg. Der Vorletzte, der am Sonntag zum Schicksalsspiel in Stuttgart antreten muss, kann Stammgoalie Diego Benaglio wegen einer Entzündung im Lendenwirbelbereich nicht einsetzen, hat mit Trainer Felix Magath aber immerhin einen Hoffnungsträger an Bord geholt. Die Regentschaft des überforderten Intermistrainers Pierre Littbarski ist Geschichte.

Magaths Blitzwechsel nach Wolfsburg - er verliess erst in dieser Woche Schalke 04 - sorgte in der Liga für Irritationen. «Magaths Transfer ist nicht normal», empörte sich etwa Bayern-Trainer Louis van Gaal. Der Holländer fordert ein Transferfenster für Trainer und ist für einmal gleicher Meinung wie Franz Beckenbauer, der die Geschehnisse in der Bundesliga gegenüber der «Bild»-Zeitung mit einem Zirkus verglich.

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