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Ratlosigkeit zum dümmsten Zeitpunkt

Wer nur soll bei Dortmund die Tore schiessen? Vor dem kapitalen Pokalspiel gegen Hoffenheim dauert das Warten auf einen Heimtreffer schon fünf Wochen und 274 Spielminuten.

Eigentlich sollte er Angst und Schrecken in der gegnerischen Defensive verbreiten: Marco Reus, Torjäger mit Ladehemmungen.
Eigentlich sollte er Angst und Schrecken in der gegnerischen Defensive verbreiten: Marco Reus, Torjäger mit Ladehemmungen.
Keystone

In der Bundesliga nur Platz 10, in der Champions League in den Achtelfinals an Juventus gescheitert. Für Borussia Dortmund gibt es nur noch einen Fallschirm, der die totale Burchlandung in der Saison 2014/15 verhindern kann: den DFB-Pokal. Das Viertelfinalspiel gegen 1899 Hoffenheim (heute ab 20.30 Uhr) wird so zu einem Endspiel. Dass dieses im heimischen Stadion stattfindet, ist zumindest statistisch kein Vorteil für den BVB und seinen der Magie beraubten Trainer Jürgen Klopp. Seit fünf Wochen und 274 Spielminuten warten die Dortmunder im Signal-Iduna-Park auf einen Treffer.

«Alles, was man bei uns zum Thema Abschluss sagen kann, muss verbessert werden», sagt Klopp. «Wir haben einfach zu wenig Torabschlüsse, von daher können wir auch kein Tor schiessen», findet sein Spieler Marcel Schmelzer. Optimistischer äussert sich Mats Hummels. Er fand die Leistung beim 0:1 gegen die Bayern recht ansprechend. «Wenn wir mit einer ähnlichen Einstellung und etwas durchschlagskräftigeren Offensive, aber auch gegen eine Mannschaft - bei allem Respekt vor Hoffenheim - die nicht ganz die Qualität der Bayern hat, ein ähnliches Spiel auf den Platz bringen, werden wir gewinnen», so seine Einschätzung.

Tatsächlich verbreitete Hoffenheim in dieser Saison auswärts keinen Schrecken. Lediglich zwei Siege in der Fremde stehen für den vom Software-Konzern SAP alimentierten Emporkömmling zu Buche. Auf die leichte Schulter darf und dürfte die Kreichgauer in Dortmund trotzdem keiner nehmen. Zu gross ist der finanzielle Schaden, sollte es über den DFB-Pokal nicht in den Europacup reichen. «Das Pokalspiel ist jetzt ganz wichtig. Nach Berlin zu kommen, ist noch ein grosses Saisonziel. Und obwohl es noch weit weg ist, ist es natürlich eine Möglichkeit, wieder ins internationale Geschäft zu kommen», erklärt Dortmunds Sportchef Michael Zorc.

«Die Durchschlagskraft, sie ist in Dortmund jedenfalls komplett verloren gegangen», urteilt die «Süddeutsche Zeitung» mit Blick auf den offensiv erschreckend harmlosen Giganten. Und das angesehene Blatt äussert auch Zweifel am einstigen Erfolgscoach Klopp: «Bei der Menge der vermeintlichen Ausfälle im Kader stellt sich intern inzwischen durchaus die Frage, welche Verantwortung dabei den Trainer trifft.»

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