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Polizei entfernte Blatters Nummernschild

Weil die Polizei den Persönlichkeitsschutz gegenüber Sepp Blatter wahren wollte, schraubte ein Polizist die Kontrollschilder am Mercedes des Fifa-Präsidenten ab.

Sepp Blatters Mercedes: Die Nummernschilder wurden sofort nach dem Unfall entfernt.
Sepp Blatters Mercedes: Die Nummernschilder wurden sofort nach dem Unfall entfernt.
Markus Hubacher
Auf der Gegenfahrbahn: Nach der Kollision kam Sepp Blatters Mercedes in der Böschung zum Stehen.
Auf der Gegenfahrbahn: Nach der Kollision kam Sepp Blatters Mercedes in der Böschung zum Stehen.
Markus Hubacher
Hinten liegt der korrekt fahrende Golf auf dem Dach; im Vordergrund der über 230'000 Franken teure Mercedes von Sepp Blatter, der den Unfall nach dem Spiezwilertunnel verursachte.
Hinten liegt der korrekt fahrende Golf auf dem Dach; im Vordergrund der über 230'000 Franken teure Mercedes von Sepp Blatter, der den Unfall nach dem Spiezwilertunnel verursachte.
Markus Hubacher
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Das Bild fiel auf: Sepp Blatters 525-PS-Mercedes stand nach dem schweren Unfall am Samstag an der Böschung auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Und es fehlten die Nummernschilder. In einer ersten Stellungnahme hiess es seitens der Polizei noch, «es gibt diverse Möglichkeiten: Die Schilder können beim Unfall wegfliegen, der Halter oder die Polizei können sie an sich genommen haben».

Nun stellt die Berner Kantonspolizei klar: Sie entfernte die Nummernschilder selbst. «Grundsätzlich hat jede Person anrecht auf Persönlichkeitsschutz, auch wenn sie im öffentlichen Interesse steht. Ein Mitarbeiter der Kantonspolizei entfernte deshalb die Kontrollschilder, damit diese nicht öffentlich bekannt werden», erklärte Sprecher Franz Merki gegenüber Redaktion Tamedia. Anders verhalte sich dagegen beim Unfallopfer. Weil nicht anzunehmen ist, dass die Autonummer des Golffahrer in Zukunft im medialen Fokus stehen werde, wurden die Nummernschilder nicht entfernt.

Keinen Kommentar gab Merki hingegen ab, ob Blatter Blut entnommen wurde. Weil die Strafverfolgung im Kanton Bern geheim ist, gebe man grundsätzlich keine Auskunft, sagte Merki auf Anfrage.

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