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Petkovic sucht die Versöhnung mit Shaqiri

Vladimir Petkovic ist zu Besuch bei Xherdan Shaqiri. Das Treffen soll Klarheit im Nationalmannschafts-Streit bringen.

Er ist momentan der Captain: Granit Xhaka.
Er ist momentan der Captain: Granit Xhaka.
Toto Marti/Freshfocus
Er wäre gerne der Captain: Xherdan Shaqiri.
Er wäre gerne der Captain: Xherdan Shaqiri.
Reto Oeschger
Die Entscheidung liegt in seinen Händen: Nationaltrainer Vladimir Petkovic.
Die Entscheidung liegt in seinen Händen: Nationaltrainer Vladimir Petkovic.
Toto Marti/Freshfocus
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82 Länderspiele hat Xherdan Shaqiri bislang für die Schweiz bestritten. Eine Frage steht nun im Raum: Wann kommt Nummer 83 dazu? Kommt sie überhaupt dazu? Vladimir Petkovic hält sich am Mittwoch in England auf. Begleitet von seinem formalen Chef, Nationalteam-Direktor Pierluigi Tami. Sonst hätte der reisescheue Nationalcoach das kaum gemacht, um eine englische Stadt kennen zu lernen. Das hat nur einen Grund: den Liverpooler Shaqiri zu treffen und Antworten zu seiner Befindlichkeit zu finden.

Das Resultat des Ausfluges wird am Freitag offiziell bekannt, wenn Petkovic in einem Luzerner Hotel das Aufgebot für die anstehenden EM-Qualifikationsspiele in Dänemark und gegen Irland präsentiert. Können Trainer und Spieler von ihrem Stolz lassen und ihre Differenzen überwinden? Finden sie nochmals eine Basis, um bei der Nationalmannschaft zusammenzuarbeiten?

Belastetes Verhältnis seit der WM in Russland

Als sich Petkovic Anfang September zum Fehlen Shaqiris beim Auftakt zur Qualifikation in Irland und gegen Gibraltar äusserte, tat er das mit dem Eingeständnis, dass die Beziehung zwischen ihm und Shaqiri «viel besser sein kann», und dass «man sich gegenseitig noch mehr öffnen muss». Und er sagte auch: Man müsse das im Glauben daran tun, dass sie als Sieger aus einer solchen Situation herauskommen könnten.

Das Verhältnis zwischen Star und Trainer ist spätestens seit der WM in Russland belastet. Shaqiri begehrte danach gegen Petkovic auf, schriftlich – und in kleinerem Kreis des Nationalteams auch verbal. Seither hat er noch acht Länderspiele bestritten und vier verpasst, und einmal noch war er überragend, beim 5:2 gegen Belgien. Da war er der unbelastete Freigeist, wie er zu selten zu sehen ist.

Shaqiris 25 Minuten

Die Abwesenheit Shaqiris dominierte thematisch den Termin vom September. Das kam in der Mannschaft nicht gut an, die Kommentare von Goalie Yann Sommer und von Captain Granit Xhaka waren entsprechend. Shaqiris Problem ist auch, dass er beim FC Liverpool kaum zum Einsatz kommt. Letztmals über 90 Minuten spielte er im Januar. Diese Saison stand er erst 25 Minuten auf dem Platz, verteilt auf vier Einsätze von 3, 5, 6 und 11 Minuten. Das ist nicht das, was er sich vorstellt.

Momentan ist er wieder einmal verletzt, eine Wade macht Probleme. Das wäre ein nachvollziehbarer Grund, wenn er am Montag beim Zusammenzug des Nationalteams in Lausanne fehlen würde. Trotzdem braucht es jetzt einen grundsätzlichen Entscheid in dieser Sache – eine klare Antwort von Shaqiri, ob er wieder für die Schweiz spielen will, wenn er fit ist: ja oder nein.

Dazwischen darf es nichts geben. Es wäre jedenfalls wenig hilfreich, wenn das Thema weiter verschleppt würde – noch bis in den November hinein, wenn in der Qualifikation die letzten Spiele gegen Georgien und in Gibraltar anstehen.

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