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«Ohne GC wäre ich nicht hier, wo ich jetzt stehe»

Nassim Ben Khalifa hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Bei GC hat der Torjäger sein Glück wiedergefunden und sich nach einjähriger Absenz wieder einen Platz im Nationalteam zurückerobert.

Nassim Ben Khalifa hat ein Problem, ein Luxusproblem. Das Aufgebot von Ottmar Hitzfeld hat für ihn einen unangenehmen Nebeneffekt: Er steht wieder im Fokus der Medien. Während andere Spieler gerne vor die Kamera treten, scheut Ben Khalifa das Rampenlicht, Interviews gibt er trotzdem. «Ich bin sehr glücklich über das Aufgebot, ich freue mich auf die beiden Spiele», sagt er mit sanfter Stimme. Zu verdanken hat er die Nominierung für die WM-Qualifikationsspiele gegen Norwegen und Island seinen vier Saisontoren bei den Grasshoppers – eine ausgezeichnete Empfehlung für den Nationaltrainer, der auf Stürmer angewiesen ist, die wissen, wo das Tor steht. «Ich habe ehrlich gesagt nicht mit einem Aufgebot gerechnet. Und ohne GC wäre ich nicht hier, wo ich jetzt stehe.»

Was bei Ben Khalifa wie eine normale Fussballfloskel tönt, ist ehrliche Demut. Der 20-jährige Stürmer verspürt viel Dankbarkeit für sein Glück bei GC, lange genug dauerte seine Leidenszeit. Vor zwei Jahren wagte der U-17-Weltmeister den Sprung in die Bundesliga. Der gebürtige Tunesier unterschrieb beim VfL Wolfsburg einen Vertrag bis 2015. Die anfängliche Euphorie verflog, noch bevor er überhaupt zum Einsatz kam. «Die Konkurrenz war einfach zu gross», sagt Ben Khalifa. Ohne ein Spiel in der Bundesliga wurde er an Nürnberg ausgeliehen, worauf er kurze Zeit später bei den Young Boys landete. Nach diversen kleinen Verletzungen und akut fehlender Form – er verschoss einen Penalty und traf teilweise das leere Tor nicht – zog ihn der damalige YB-Trainer Christian Gross aus dem Verkehr. Sechs Monate ohne Spielpraxis waren die Folge. Und trotzdem sagt Ben Khalifa: «Ich bereue nichts. Der Schritt ins Ausland war eine wichtige Erfahrung.»

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