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Niko Kovac und das Wort zum Sonntag

Bei Bayern München gibt es nie Ruhe – selbst nach einem 5:0 gegen Dortmund nervt sich der eine oder andere.

Niko Kovac: Pfiff Richtung Spieler – und später Richtung Medien.
Niko Kovac: Pfiff Richtung Spieler – und später Richtung Medien.
Michael Probst, Keystone

«Das ist das Wort zum Sonntag.» So schloss Trainer Niko Kovac zuvor seine Wutrede gegen die Medien. Sein Team hatte ja nicht verloren. Im Gegenteil: Die Bayern hatten Borussia Dortmund im Spitzenkampf zuvor komplett gedemütigt und 5:0 bezwungen gehabt und grüssten neu von der Tabellenspitze.

Für Borussia Dortmund geht die Partie schlecht los. Nach 10 Minuten köpft Mats Hummels Bayern München in Führung.
Für Borussia Dortmund geht die Partie schlecht los. Nach 10 Minuten köpft Mats Hummels Bayern München in Führung.
EPA/RONALD WITTEK
Nur sieben Minuten später legt Robert Lewandowski mit seinem 200. Bundesligatreffer nach.
Nur sieben Minuten später legt Robert Lewandowski mit seinem 200. Bundesligatreffer nach.
Alexander Hassenstein/Getty Images
Bayern München kann nun als Tabellenführer wieder aus eigener Kraft Meister werden.
Bayern München kann nun als Tabellenführer wieder aus eigener Kraft Meister werden.
Sina Schuldt, AFP
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Doch Kovac störte sich, dass Journalisten generell sich nicht für den Sport interessieren würden, sondern nur noch für«Nebensächlichkeiten und Sensationen». Es ging unter anderem um Jérôme Boateng. Der Bayern-Spieler hatte bereits vor dem Spiel für einen kleinen Skandal gesorgt, weil er ausgerechnet nach dem Spitzenkampf eine Privat-Party in einer Münchner Diskothek terminiert hatte. Was er davon hielt und warum er nicht hingehen werde, sagte Bayerns Präsident Uli Hoeness schon vor dem Spiel kurz und knapp: «Weil es ein Schwachsinn ist.»

Aber zurück zu Kovac und seinem Problem mit den Medien: Er verstehe, dass es in der heutigen Zeit nur noch um Sieg oder Niederlage gehe und nicht etwa um taktische Aspekte oder Spieldetails. Das ärgere ihn aber dennoch, wollte Kovac festgehalten haben. Und das müsse auch einmal gesagt werden. Sein Tipp an die schreibende Zunft: Menschlichkeit! Was er nicht möchte, das ihm einer antut, das tue er selber keinem anderen an – oder eben, kurz zusammengefasst: «Wort zum Sonntag.»

Auch Hummels regte sich auf

Bayern München wäre nicht Bayern München, wenn nur einer sich aufregen würde. So war auch Mats Hummels trotz 5:0-Gala nicht bloss happy. Zunächst lobte der Verteidiger im Interview zwar die Leistung des Teams gegen Dortmund. Doch dann erinnerte er sich auch an das Pokalspiel unter der Woche gegen Zweitligist Heidenheim, das die Bayern nach 1:2-Rückstand und 4:2-Vorsprung bloss 5:4 gewonnen hatten.

Und dann legte Hummels los: Man habe viel falsch gemacht in jenem Spiel und Glück gehabt. Und sowieso, all das Negative in letzter Zeit. Ziel der Schelte von Hummels? Ebenfalls die Medien: Seit der WM werde nur noch auf Negatives geschaut. Er meinte den Umgang mit den älteren Spielern, die von Nationaltrainer Joachim Löw aussortiert worden waren: Da werde von den Medien vieles falsch gesehen.

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