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«Neuer Ehrgeiz ist geweckt worden»

Der FC Luzern ist der neue Arbeitgeber von Hakan Yakin. Der 32-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Heute trainiert Yakin zum ersten Mal mit dem FCL.

Hakan Yakin, im Bild im Training mit Alex Frei, kehrte ins Nationalteam zurück.
Hakan Yakin, im Bild im Training mit Alex Frei, kehrte ins Nationalteam zurück.
Keystone
Beim FC Luzern darf Hakan Yakin wieder spielen.
Beim FC Luzern darf Hakan Yakin wieder spielen.
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Yakins viele Wechsel hin oder her: Er ist sicher ein genialer Fussballer, dessen Freistösse stets brandgefährlich sind.
Yakins viele Wechsel hin oder her: Er ist sicher ein genialer Fussballer, dessen Freistösse stets brandgefährlich sind.
Keystone
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Die letzte Stunde des Allmendstadions hat eigentlich geschlagen, aber bevor die Bagger auffahren und an gleicher Stelle ein moderner Komplex hochgezogen wird, dient der stickige Container neben der verlotterten Haupttribüne noch einem letzten Spektakel. Der FC Luzern hat auf 15 Uhr eingeladen, um einen Neuzugang vorzustellen. Hakan Yakin hat sich angekündigt. Der 32-Jährige hat wieder einmal ein Auslandengagement hinter sich, das missraten ist. Al Gharafa verlässt der 76fache Nationalspieler ein Jahr vor Ende seines Vertrags.

Hakan Yakin, was gab den Ausschlag zu Gunsten des FC Luzern?Präsident Walter Stierli hat sich enorm um mich bemüht. Der Verein hat mir zu verstehen gegeben, wie viel ihm eine Verpflichtung bedeuten würde. Letztlich war es eine Herzensangelegenheit, mich für Luzern zu entscheiden.

Das Herz hätte aber in St.Gallen landen können......jetzt bin ich zu hundert Prozent in Luzern, nur das interessiert mich. Ich habe ein schwieriges halbes Jahr hinter mir und freue mich nun auf eine neue Aufgabe. Ich will mit dem FCL Erfolg haben.

Was heisst für Sie Erfolg?Für mich heisst das, dass ich mich für die Nationalmannschaft empfehlen und im Optimalfall 2010 an der WM in Südafrika teilnehmen kann. Über die grundsätzlichen Ziele des FCL muss aber der Trainer Auskunft geben.

Wie fit sind Sie? Ich muss sicher an der Spritzigkeit arbeiten. Die drei Wochen Vorbereitung sind zwar kurz, aber ich habe grosse Lust, wieder Teil einer Mannschaft sein zu können, und brauche keine Extrabehandlung. Ich habe die Ambition, Siege zu landen. Und jedes Spiel auch zu geniessen.

Genussmomente waren in den vergangenen Monaten eine Rarität. War es im Nachhinein eben doch ein Fehler, nach Katar zu wechseln? Im Nachhinein lässt sich das immer einfach sagen. Ich war in Dubai oft in den Ferien und ging vielleicht mit den Vorstellungen nach Doha, dass das Leben dort ähnlich sein würde. Aber Doha ist so etwas wie ein Dorf und nicht unbedingt eine Feriendestination wie Dubai. Luzern ist dagegen eine Stadt.

Haben Sie die Situation 2008 falsch eingeschätzt? Ich suchte damals etwas Neues nach einer EM, die nicht lief, wie ich mir das gewünscht hatte. Ausserdem ging ich davon aus, dass die Nationalmannschaft für mich ohnehin nicht mehr ein grosses Thema sein würde. Aber dann änderte sich die Situation eben doch.

Gab Ihnen Nationalcoach Ottmar Hitzfeld den Rat, so schnell wie möglich nach Europa zurückzukehren? Den ersten und sicher auch massgebenden Hinweis gab mir Murat Yakin. Er besuchte mich im Dezember und sagte mir: In dieser Liga bist du unterfordert.

Sie sassen aber in einem goldenen Käfig fest – mit einem Vertrag und einem Millionensalär. Wenn ich nur aufs Geld schauen würde, hätte ich noch ein Jahr in Katar bleiben und den Vertrag erfüllen können. Aber in mir ist ein neuer Ehrgeiz geweckt worden. Ich will es noch einmal wissen.

Wissen Sie, wo Sie künftig mit dem FC Luzern Ihre Heimauftritte haben? Ja. In Emmenbrücke.

Wissen Sie auch, dass es sich um ein Kleinstadion handelt und Sie keine sonderlich grosse Bühne bekommen? Das spielt keine Rolle. Mir ist ein kleines, dafür volles Stadion lieber als ein grosses, in dem sich 600 oder 700 Zuschauer verlieren. Das habe ich in den vergangenen Monaten bei Al Gharafa zur Genüge erlebt.

Sie tragen beim FC Luzern die Rückennummer 10. Was wichtig ist Ihnen das? Das ist für mich nicht einfach eine Nummer, sondern etwas Spezielles. Es gibt viele Spielerpersönlichkeiten, die auch die 10 tragen oder getragen haben.

Haben Sie den Verantwortlichen schon Tipps gegeben, welche Stürmer für Sie als Regisseur ideal wären? Ich habe das bei YB gemacht, aber dann wurde doch keiner geholt (lacht).

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